22.
12.15
14:40

EU-Kommission: positive Preisaussichten für EU-Getreidemarkt

EU-Kommission: künftige Getreidepreise im Durchschnitt höher als in Vergangenheit

Die EU-Kommission stellt in ihrer Rückschau auf die letzten 10 Jahre Getreideerzeugung eine Wachstumsrate von durchschnittlich 1 % je Jahr fest.  Die Entwicklung war starken witterungsbedingten Ertragsschwankungen  in den Einzeljahren ausgesetzt. Bei wenig veränderter Anbaufläche und tendenziell höherem Weizenanteil  sind die Hektarerträge die ausschlaggebenden Einflußfaktoren gewesen.

Der Inlandsverbrauch an Getreide stieg durchschnittlich nur um 0,35 % je Jahr. Wesentlichen Einfluss  hat der steigende Futterverbrauch. Der Bedarf für die unmittelbare menschliche Ernährung stagniert. Die Verwendung für industrielle Zwecke u.a. Bioethanol nimmt leicht zu.

Mit starken Schwankungen in Einzeljahren sind die Exporte im Durchschnitt gestiegen. Die Einfuhren strukturell fehlender Getreidemengen bei Mais, Durum, Hafer u.ä. sind im Mittel weitgehend konstant geblieben.  

Die Preisschwankungen der letzten 10 Jahre betrugen über 100 %. Niedrigste Weizenkurse mit 120 € je t gab es in 2005 und 2009, die höchsten Notierungen wurden im Jahre 2012 mit über 240 € je t festgestellt.

In der aktuellen Marktlage des Jahres 2015/16 sind mittlere Kurse zwischen 170 und 180 € je t Weizen zu beobachten. Eine überragend gute EU-Weizenernte wird durch eine extrem schwache Maisernte auf ein immer noch gutes Durchschnittsmaß zurückgedrängt.

Die EU-Kommission schätzt in der mittelfristigen Vorschau bis zum Jahre 2025 eine weiter steigende Getreideproduktion mit durchschnittlichen Wachstumsraten unter 0,5 % je Jahr. Das Erntemittel wird in der Spannbreite zwischen 310 bis 320 Mio. t angesiedelt.  

Für die beiden kommenden Jahre 2016 und 2017 werden weitere Zunahmen der Inlandsverwendung veranschlagt, für die danach folgenden Jahre soll es keine nennenswerte  Änderungen  geben.

Beim Außenhandel mit Getreide soll der durchschnittliche  Import nur leicht zurückgehen, weil bestimmte Getreidearten hierzulande nicht ausreichend erzeugt werden können. Auf der Exportseite werden steigende Ausfuhrmengen zwischen 30 und 40 Mio. t  veranschlagt.

Die zukünftigen Getreidepreise sollen sich im Durchschnitt der kommenden Jahre oberhalb des zurückliegenden mehrjährigen Mittels auf bzw. leicht über der 180 €/t-Weizen -Marke bewegen. Der methodisch bedingt „stetig“ dargestellte Preisverlauf sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass es jahresspezifische Schwankungen geben wird, deren Einflussfaktoren von weltweiter Natur sind und möglicherweise genau so groß ausfallen werden wie in der Vergangenheit.  

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