09.
07.15
18:21

FAO optimistische Ernteschätzung 2015/16

Juli-Schätzung der FAO:

Getreidebilanz 2015//16: + 3,5 Mio. t mehr Produktion, aber 10 Mio. t mehr Verbrauch

 In der jüngsten Monatsausgabe der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzen die Fachleute die Ernte 2015/16 nochmal höher ein als im Vormonat. Während bei der Weizenernte das Schätzergebnis mit 723 Mio. t unverändert bleibt, wurde beim übrigen Getreide, speziell beim Mais eine Erhöhung um 3,5 Mio. t veranschlagt.

In einer Zeit, in der eine Reihe von wetterbedingten Beeinträchtigungen durch Trockenheit und Nässe in bedeutenden Anbaugebieten anstehen, kommt  diese Einschätzung ein wenig überraschend optimistisch. In den länderspezifischen Prognosen sind erhebliche Abweichungen von den USDA-Daten bzw. IGC-Ergebnissen auszumachen. Die Erhebungs- und Auswertungsmethoden sind allerdings zwischen den einzelnen Instituten unterschiedlich.

Auf der Verwendungsseite schätzt die FAO deutlich höhere Verbrauchszahlen beim Weizen in einer Größenordnung von +4,5 Mio. t. Der Weizenhandel variiert nur um 1 Mio. t gegenüber den früheren Kalkulationen.

Die Versorgungslage auf dem Weizensektor – gemessen am stock to use ratio  -  liegt mit 27,7 % Endbestand am Verbrauch über dem Durchschnitt der letzten Jahre, bleibt aber hinter dem hohen Ergebnis des Vorjahres um 0,5 %-Punkte zurück. Mit dieser Einschätzung kommen die verschiedenen Schätzinstitute wieder näher zusammen: Das bevorstehende Wirtschaftsjahr bleibt etwas schwächer versorgt als das zurückliegende Rekordjahr.

Beim übrigen Getreide soll die Produktion um 3,5 Mio. t höher auf 1.303,8 Mio. t ausfallen. Hier spielen die höheren Ernteerwartungen beim Mais eine ausschlaggebende Rolle. Auf der Verwendungsseite werden 6,3 Mio. t mehr Verbrauch geschätzt, deren zusätzlicher Bedarf im Futter- und Industriesektor gesehen wird.

Die rechnerische Versorgungslage beim übrigen Getreide bleibt trotz der Änderungen mit 20 % Endbestand zum Verbrauch gleich. Der Wert liegt über den mehrjährigen Durchschnittswerten, ähnlich wie bei den anderen Schätzinstitutionen auch.

Im Ergebnis kommt die FAO hinsichtlich der Versorgungslage  trotz unterschiedlicher Ausgangswerte zu einer ähnlichen Einschätzung wie andere Institutionen auch. Verwunderlich bleibt allerdings die geringe Berücksichtigung der jüngsten erntebeeinträchtigenden Wetterereignisse. Das Problem dürfte darin liegen, das kein hinreichend verläßliches Datenmaterial für solche Fälle zur Verfügung steht.

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