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IGC-Getreidemarktprognose: Steigende Erzeugung - keine Verbesserung der Versorgungslage

International Grains Council (IGC): Mittelfristige Prognose zum Weltgetreidemarkt bis 2018/19

Der internationale Getreiderat hat in seiner alljährlichen Fortschreibung einer 5-jährigen Vorausschau auf den Weltgetreidemarkt bisherige Einschätzungen teilweise korrigiert, aber den grundlegenden Tenor der zukünftigen Entwicklung unterstrichen.

Der IGC geht davon aus, dass die globale Getreideerzeugung um durchschnittlich 1,6 % je Jahr zunehmen wird. Dazu soll eine um 0,6 % größere Anbaufläche vor allem in Russland und Südamerika beitragen. Aber in 1. Linie sind es die um 1,1 % steigenden durchschnittlichen Hektarerträge, die den wesentlichen Anteil am Erzeugungszuwachs ausmachen. Der Flächeneffekt fällt deswegen so gering aus, weil die zusätzlich urbar gemachten Flächen ertragsschwach sind. Die besten Böden sind seit langem schon in der Bewirtschaftung.

Während beim Weizen eher unterdurchschnittliche Steigerungsraten von knapp 1 % erwartet werden, soll der Mais mit 2,2 % jährlich deutlich überdurchschnittlich zulegen.  

Auf der Verbrauchsseite wird der Bedarf für die menschliche Ernährung wie bisher um rd. 1 % je Jahr zulegen, während der Futterverbrauch um 1,6 % je Jahr höher geschätzt wird. Steigende  Getreidemengen werden weiterhin für industrielle Zwecke in einer Größenordnung von 1,8 % veranschlagt. Dabei ist die auslaufende Boomphase für die Bioenergieherstellung anteilig berücksichtigt.

Der Gesamtverbrauch von 1,45 % je Jahr soll nur knapp hinter der Erzeugung zurückbleiben, so dass mit einer Aufstockung der absoluten Vorratsmenge gerechnet wird. Der Anstieg fällt jedoch vergleichsweise zu niedrig aus, wenn man den Maßstab stock to use ratio anlegt. Von den aktuellen 20 % Endbestand am lfd. Verbrauch geht die Versorgungskennziffer bis in Jahr 2018/19 auf 18 % zurück.

Sollte diese Entwicklung tatsächlich so oder ähnlich eintreten, ist entsprechend jahrzehntelangen Beziehungen zwischen „stock to use ratio“ und Marktpreisen davon auszugehen, dass die Versorgungslage eher knapp ausfällt, zu wenig gegen Ernterisiken abgesichert ist und die Preise im Durchschnitt entsprechend hoch bleiben. Dabei wird jedes Einzeljahr gesondert zu betrachten sein.

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