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04.16
09:14

IGC mit neuer Ernteschätzung 2016/17

IGC schätzt etwas niedrigere Ernte 2016/17, aber gleichbleibend hohe Versorgungslage

Einen Tag nach der Veröffentlichung der Anbauabsichten der US-Farmer hat der  Internationale Getreiderat (IGC) seine monatliche Schätzung zur neuen Ernte 2016/17 herausgegeben. Die amerikanischen Zahlen sind dabei unberücksichtigt geblieben, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Flächenbestellungen in den USA noch sehr variabel sind.  

Der IGC schätzt die Getreideernte ohne Reis auf 1.997 Mio. t bzw. - 0,5 % unterhalb der aktuellen Werte für 2015/16 mit 2.006 Mio. t. Der weltweite Verbrauch soll um + 0,4 % steigen. Stärkste Verbrauchszuwächse werden im Nahrungsmittelbereich mit  +1% und beim Industrieverbrauch +1,4 % gesehen, während der Futterverbrauch angesichts weltweit stagnierender Viehbestände weitgehend unverändert bleibt.

Die Überhangbestände am Ende des Wirtschaftsjahres wollen unverändert auf hohem Niveau von 466 Mio. t bleiben. Daraus leitet der IGC eine überdurchschnittlich gute Versorgungslage mit einer Versorgungsziffer von 23 % stock to use ratio ab; mehrjährige Durchschnittswerte liegen knapp unter 21 %.

Die globale Weizenernte 2016/17 wird um 21 Mio. t niedriger auf 713 Mio. t gegenüber der Vorjahresernte geschätzt. Wesentlicher Grund ist die Annahme, dass die Wiederholung von Rekorderträgen des Vorjahres unwahrscheinlich ist. Darüberhinaus sind erhebliche Ernteeinbußen in der Ukraine bis zu 30 % festzustellen. In den USA wurde die kleinste Weizenfläche seit 1972 angebaut. In den MAGREB-Staaten Nordafrikas hat Trockenheit die Aussichten auf eine Minderernte bestätigt. In Äthiopien erwartet man die 2. Mißernte in Folge.

Bei leicht reduziertem Weizenverbrauch errechnen sich zum Ende des Wirtschaftsjahres 2016/17 um 3 Mio. t niedrigere Endbestände, die aber immer noch über dem langjährigen Durchschnitt liegen.

Die weltweite Maiserzeugung soll um rd. 20 Mio. t auf 993 Mio. t zunehmen. Bei fast gleich starker Verbrauchszunahme werden sich die Endbestände nur geringfügig verändern. Bei den übrigen Getreidearten sind nur wenige Änderungen vorgesehen.

Ein Unsicherheitsfaktor bildet noch die Chinesische Getreidemarktpolitik, die zwecks Abbau ihrer überdimensionierten Maisvorräte ihre Mindestpreis- und Importpolitik ändern wird. Welche Rückwirkungen auf den Welthandel zu erwarten sind, ist noch schwer abschätzbar.

Und wie immer spielt das Wetter in den ertragsentscheiden Entwicklungsphasen noch eine gewaltige Rolle für das Endergebnis.

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