21.
01.16
17:06

IGC-Schätzung zum Getreidemarkt: kleinere Ernte - hohe Endbestände

IGC korrigiert  Getreideernte 2015/16 etwas nach unten – aber auch den Verbrauch

In seiner Januar-Veröffentlichung zur Einschätzung der weltweiten Lage auf dem Getreidemarkt hat der Internationale Getreiderat (IGC) seine zuletzt im November vorgelegt Schätzung korrigiert.  Die gesamte Getreideerzeugung ohne Reis wurde um 4 Mio. t nach unten gesetzt. Der wesentliche Grund sind die Mißernten in Südafrika  und die Ernteausfälle in Indien.

Der globale Verbrauch wurde um 8 Mio. t zurückgesetzt. Gründe sind Nachfrageeinbußen im Industriesektor infolge des niedrigen Rohölpreises sowie weniger hohe Verbrauchszunahmen im Tierfutterbereich.

Weltweit schätzt das IGC die Überhangbestände am Ende des Wirtschaftsjahres 2015/16 auf 455 Mio. t. Damit sollen die Vorräte gegenüber dem Vorjahr nochmals zulegen.

Die Weizenernte 2015/16 wurde um 6 Mio. t  höher veranschlagt als noch in der Nov.-15- Ausgabe. Der Weizenverbrauch wurde nur unwesentlich zurückgenommen. Damit erhöhen sich die Endbestände bei Weizen auf 213 Mio. t bzw. rd. 29 % vom Verbrauch.

Bei der Maisernte 2015/16 wurde mit –8 Mio. t zum Monat Nov.- 15 deutlich gekürzt. Die dem Wetterereignis El Niño zuzuschreibende  Mißernte in Südafrika steuert dazu  einen erheblichen Beitrag bei. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis wird die globale Maisernte um 54 Mio.  t bzw. -5,6 % niedriger eingeschätzt. Auf der Verbrauchsseite  schätzt der IGC einen Rückgang um rd.  20 Mio. t, der insbesondere im industriellen Sektor angesiedelt wird. Die Maisbilanz 2015/16 schneidet  am Ende des Wirtschaftsjahres 2015/16 mit einem um 9 Mio. t geringeren Endbestand zum Vorjahr ab.

Für das kommende Wirtschaftsjahr 2016/17 geht der IGC in einer ersten vorsichtigen Einschätzung von einer kleineren Weizenernte in Höhe von 706 Mio. t  bzw. -3 % aus. Flächeneinschränkungen im Schwarzmeergebiet, mögliche Auswinterungsschäden und nur durchschnittliche Erträge sind die tragenden Grundlagen für diese Prognose. Für einen möglichen Ausgleich sorgen die hohen Überlagerungsbestände, so dass die Versorgungslage des kommenden Jahres nicht zwingend schlechter ausfallen muss als in diesem Jahr.

Der weltweite Handel mit Getreide soll zurückgehen. Das wird in 1. Linie auf die begrenzten Importe Chinas zurückgeführt. Die USA mit ihrem starken Dollar sind auf den Weltmärkten nicht besonders konkurrenzfähig und müssen zurückstecken. Auch der EU-Export erreicht nicht das Vorjahresergebnis.  Ein Teilausgleich geschieht durch die Rekordausfuhren aus dem Schwarzmeergebiet.

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