12.
11.14
08:41

Kälteeinbruch in den USA

Kälteeinbruch im US-Maisgürtel

Mitte November dringt eine Kältewelle von Kanada in weite Teile der USA vor. Tiefsttemperaturen bis zu minus 10 Grad in der Nacht und  unter 0 Grad tagsüber sind angesagt. Den Prognosen zufolge soll diese Wetterlage für die nächsten 10 Tage anhalten und sich dann wieder etwas nach Norden zurückziehen.

Nach den letzten Meldungen sind 90 % der Sojabohnen mit Stand vom So, 09. Nov. bereits geerntet. In den stärker gefährdeten nördlichen Gebieten um Dakota bereits 100 %, weil dort frühreife Sorten angebaut werden. Die noch auf den Feldern stehenden Sojabestände sind eher in den südlichen Regionen zu finden und damit weniger gefährdet.

Die Maisernte ist zu gut 80 % gedroschen. Hier besteht noch Nachholbedarf in allen Bundesstaaten südlich der großen Seen. In Michigan sind erst 43 % der Maisernte gedroschen. Die Ernteverzögerung infolge kühlen Sommerwetters hat zu einem langsamen Wachstum geführt und teilweise ergiebige Niederschläge haben zur Ernteverzögerung beigetragen.

Der Mais wird durch die Kältewelle an der vollen Entfaltung seines Ertragspotenzials gehemmt. Die niedrigen Temperaturen führen zum sofortigen Abbruch der Ertragsbildung. Das USDA hat bei seiner Ernteschätzung bereits mit einer leichten Rücknahme des  Durchschnittsertrages reagiert.

Kleinere durchziehende Schneeschauer könnten den Erntefortschritt bremsen. Allerdings zeigen die Wetterkarten für die nächsten 10 Tage überwiegend trockenes Wetter, so dass die Mähdrescher ihre Arbeit fortsetzen können.

Die Kältewelle dürfte zu keinen wesentlichen Einschnitten bei der Einschätzung der US-Maisernte führen. Der überwiegende Teil ist bereits unter Dach und Fach. Die verbleibenden Mengen können bei etwas gedrückten Erträgen relativ sicher eingebracht werden.

Es bleibt bei einer Rekordernte bei Mais und Sojabohnen in den USA.

Kritischer wird dagegen die Winterweizenaussaat gesehen. Sie ist erst zu 90 % abgeschlossen. Die Verzögerungen entstanden durch die späte Maisernte. Voraussichtlich werden Teilflächen nicht mehr bestellt werden und für den ertragsschwächeren  Sommerweizenanbau verwendet. Die Weizenbestände werden nur unterdurchschnittlich beurteilt. In der Kategorie „Good to excellent“ sind nur 60 % der Bestände eingestuft worden. Im Vorjahr lag die Bewertung noch bei 65 %, auch dieser Wert ist nur knapper Durchschnitt.

Schwache Weizenbestände sind anfällig für eine hohe Auswinterung. Die aktuelle Kältewelle dürfte vorerst aber nicht dazu beitragen, dazu sind die Temperaturen noch im tolerablen Bereich.

 Die Startbedingungen für die kommende US-Weizenernte sind zum wiederholten Male nicht die besten.

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Jetzt registrieren

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich