23.
02.16
09:02

Mars: Auswertung der Wetterdaten für die Landwirtschaft

MARS: Klimadaten für die Landwirtschaft in Europa

Das agrarmeteorologische Institut bei der EU-Kommission MARS stellt in seiner monatlichen Veröffentlichung besonders die Entwicklung der Winterhärte der Getreidepflanzen und die Niederschlagsentwicklung heraus.  

Die Frostresistenz der Wintersaaten ist in den westlichen und zentralen Europas weiterhin nicht vorhanden. Die Pflanzen zeigen Anzeichen einer Beendigung der Winterruhe mit ersten Wachstumsschritten. Ein möglicher Frosteinbruch könnte daher verheerende Folgen haben. Die Wahrscheinlichkeit wird jedoch bis Ende Februar als äußerst gering angesehen.

Größere Aufmerksamkeit wird den Niederschlagsverhältnissen entgegen gebracht. Für eine Reihe von Regionen ist die Winterfeuchtigkeit entscheidend für das Wassernachlieferungsvermögen der Böden in der kommenden Vegetationsperiode.

Von Anfang Jan  bis Mitte Febr. sind in weiten Teilen Großbritanniens,  Frankreich, Nordspanien und den westlichen Teilen Deutschland ergiebige Niederschläge von teilweise mehr als 200 mm gefallen. Dagegen liegen die Regenmengen in Ostdeutschland, Polen, Tschechien, Rumänien und Bulgarien in der gleichen Zeit nur bei 40 bis 60 mm. Dabei sind gerade diese Gebiete auf eine ausreichende Auffüllung der Bodenwasserreserven angewiesen.

In den nordafrikanischen MAGREB-Staaten hat es in der Zeit von Dez.-15 bis Mitte Febr.-16 Trockenschäden in den Winterssaaten gegeben. Die Niederschlagsmengen lagen überwiegend unter 40 mm. Mit Ernteausfällen wird gerechnet, zumal die Ernteperiode schon im Mai beginnt.

In der Kurzfristprognose bis Ende des Monats Febr.-2016 geht das agrarmeteorologische Institut davon aus, dass fast in ganz Europa überdurchschnittliche Regenmengen gemessen an langjährigen Mittelwerten zu erwarten sind.

Ausnahmen bilden weite Teile Spaniens, der Ukraine und die südlichen Regionen Russlands. Insbesondere die ohnehin schon durch Herbsttrockenheit schwer geschädigten Wintersaaten in der Ukraine und im Süddistrikt Russlands sollen nochmal in Mitleidenschaft gezogen werden. In der Ukraine werden die Wintersaaten nur noch mit knapp 30 % als gut beurteilt. Die ersten Schätzungen der ukrainischen Weizenernten fallen auf 18 Mio. t im Vergleich zu vorjährigen 26 Mio. t.

Die bisher niederschlagsarmen Regionen in Ostdeutschland, Polen und angrenzenden Gebieten werden mit Regenfällen gut versorgt werden. Im norddeutschen Raum sollen die Niederschläge um mehr als 150 % über den langjährigen Mittelwerten liegen.

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