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08.15
14:57

Mars prognostiziert niedrigere Maiserträge in der EU

MARS schätzt EU-Sommergetreideerträge niedriger ein - Mais erheblich unter Durchschnitt

Das agrarmeteorologische Institut der EU-Kommission hat in seinem Monatsbericht August 2015 die Sommergetreideerträge mit Schwerpunkt Mais auf der Grundlage von Klimadaten geschätzt.

Fast alle EU-Länder mit Ausnahme der Benelux-Staaten, Spanien, Süditalien und Griechenland liegen mit ihren Maiserträgen unter dem 5 –jährigen Mittelwert der Jahre 2010 -2014.

Extrem hohe Temperaturen mit Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celsius in Verbindung mit unzureichenden Niederschlägen haben insbesondere in der Bestäubungs- und Kornbildungsphase die Ertragserwartungen in Frankreich, Deutschland, Polen und den neuen südosteuropäischen Ländern gedrückt. Allerdings gibt es regionale Ausnahmen, insbesondere da, wo ausreichende Bodenfeuchtigkeit vorhanden bzw. Beregnung möglich ist.

Die Detailaufnahmen zeigen, das in den spanischen Beregnungszonen Aragons überdurchschnittliche Erträge erwartet werden können. Das gilt auch für die östliche Po-Ebene Italiens mit intensiver Bewässerung, während im westlichen Teil Ertragsminderungen nachzuweisen sind. Im Westen und Süden Frankreichs hat das Niederschlagsdefizit im Juli für niedrige Ertragsaussichten gesorgt, allerdings können die jüngsten Regenfälle im August den Schaden noch begrenzen.

In Süddeutschland hat das trockene Wetter zu Beeinträchtigungen während der Wachstums- und Bestäubungsphase beim Mais beigetragen. In Norddeutschland und Westpolen trugen der jüngsten Wetterentwicklung wieder zu einer leichten Erholung der Pflanzenbestände bei. In Ost und Südpolen haben die fehlenden Niederschläge zu beachtlichen Ertrags-reduzierungen geführt.

In Tschechien, Slowakei, Österreich, Ungarn und West-Rumänien hat eine ausgeprägte Sommertrockenheit für  Ertragserwartungen gesorgt, die fast auf halbem Niveau des Vorjahres liegen.

Die EU-Maisernte wird von verschiedenen Instituten auf 60 bis 62 Mio. t geschätzt. Im vorjährigen Rekordjahr wurden 75 Mio. erreicht. Der notwendige Maisimport der EU wird in diesem Jahr höher ausfallen. Transportkosten und hohe Einfuhrpreise bei einem niedrigen Eurokurs werden die Maiskurse und indirekt die übrigen Getreidepreise stützen.

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