02.
07.13
10:41

Russische Ernteaussichten

Wie ist die Lage in den russischen Getreideanbaugebieten wirklich?

 Von offizieller Seite wird die kommende russische Getreideernte überdurchschnittlich gut beurteilt. Man spricht von 95 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr mit 76 Mio. t. Das bisherige Spitzenergebnis lag mal bei 105 Mio. t.

 Aber die Wetterkarten und der um mindestens 14 Tage frühere Druschbeginn signalisieren eine kritische Erntesituation. In den südlichen Provinzen links und rechts der Wolga hat es eine ausgeprägte Trockenheit im Monat Mai gegeben, der die Pflanzen zur vorzeitigen Abreife zwang. Die Kornausbildung fand nicht in ausreichendem Umfange statt, so dass viel kleinkörnige Ware mit niedrigem Hektolitergewicht zu erwarten steht.

In den nächsten 14 Tagen zeigen die Wetteraussichten keinerlei Regenfronten mehr über den Schwerpunktgebieten des russischen Weizenanbaus. Möglicherweise gut für eine ungestörte Ernte, aber möglicherweise auch ungünstig für die weitere Kornfüllungsphase. Noch sind nicht alle Bestände erntereif, weil auch das Frühjahr verspätet eingesetzt hat.

Noch ist es zu früh ein abschließendes Urteil abgeben zu können, aber man wird ein intensives Augenmerk auf die Druschergebnisse in diesen Regionen haben müssen. Schließlich handelt es um ein Gebiet, dass einen erheblichen Beitrag zur weltweiten Weizenversorgung liefert und gleichzeitig unmittelbarer Konkurrent der EU-Exporte sein wird.

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