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11.14
17:55

Schneefall in den US-Mais- und Sojagebieten

Kälte und Schneefall im US-Mais-/Sojaanbaugebiet beendet die Erntearbeiten zu erheblichen Teilen

Ein überraschend früher und heftiger Wintereinbruch hat die letzten US-Erntearbeiten ab- bzw. unterbrochen. Nach dem Stand vom 17. Nov. 2014 sind 89 % der Maisflächen und 94 % der Sojaflächen geerntet gewesen. Die noch ausstehenden Ernteflächen sind nach dem ersten Kälteeinbruch bei noch trockenem Wetter in der vorigen Woche  jetzt doch vom Schneefall eingeholt worden. Allerdings sind die Schneedecken unterschiedlich hoch ausgefallen. Insbesondere in den Staaten südlich der Großen Seen war der Ernteverzug besonders groß. Der Nordosten der Landes ist am stärksten betroffen. Es muss in diesem Gebiet mit größeren als durchschnittlichen Ausfällen gerechnet werden.

Auf den Standorten mit geringen Schneehöhen kann bei wieder trockenen Wetter in der kommenden Woche noch ein Teil des stehen gebliebenen Maises geerntet werden. Wichtig ist nur, dass keine starken Windböen auftreten, die die Halme zum Knicken bringen. Lagermais ist mit den Erntemaschinen nur begrenzt zu erfassen.

Für die Sojabestände sieht es dagegen schlechter aus, weil die Pflanzen weniger Standvermögen gegenüber der Schneelast und dem Winddruck besitzen und schneller zu Boden gehen. Dabei können die Schoten platzen, so dass kaum noch mit einer lohnenswerten Ernte kalkuliert werden kann.

Dass Mais- und Sojabestände wegen frühen Wintereinbruchs nicht geerntet werden können, ist in den USA nichts Ungewöhnliches. Im Regelfall rechnet man mit Ernteflächenverluste zwischen 5 und 10 %. Daher wird anlässlich der Ernteschätzungen nicht mit der Anbau-, sondern mit bereits durchschnittlich reduzierten Ernteflächen kalkuliert.

Inwieweit der jetzige Schneefall zu höheren als durchschnittlichen Ernteeinbußen beiträgt, ist noch offen, weil Teile der Flächen noch in der nächsten Zeit abgeerntet werden könnten. An den Börsen hat der Wintereinbruch nur begrenzte Aufmerksamkeit geweckt.

Andererseits war der Schneefall auch durchaus willkommen, denn die Wintersaaten werden auf diese Weise vor dem Frost mit stellenweise bis -20 Grad Celsius  geschützt. Das ist besonders in diesem Jahr von Bedeutung, weil späte Bestelltermine zu schwachen Beständen geführt haben. Ein denkbarer Kahlfrost hätte zu überdurchschnittlichen Auswinterungsschäden geführt.  Was jetzt unter dem Schnee passiert, wird man erst im Frühjahr einschätzen können.

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