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11.14
13:37

US-Maisernte: Zünglein an der Kurswaage

Wie groß wird die US-Maisernte?

Die US-Maisernte macht rd. 40 % der Weltmaisernte bzw. knapp 20 % der Weltgetreideernte aus. Die Ausfuhren von US-Mais beanspruchen mehr als 50% des Welthandels. Für  den Weltgetreidemarkt hat die US-Maisernte enorme Bedeutung. Daher besteht ein hohes Interesse an einem frühzeitig gesicherten Ernteergebnis.

Die USA sind  in der Endphase einer großen Maisernte, die unter Rekordverdacht steht. Die bisherigen Schätzergebnisse reichen von 362 bis 378 Mio. t. Unsicherheiten bleiben jedoch immer noch  hinsichtlich der endgültigen Erntefläche als auch der Hektarerträge.

Nach den Wetteraufzeichnungen haben bereits über 80 % der Maisflächen Minustemperaturen unter 2 Grad Celsius erfahren. Ab diesem Punkt endet das Wachstum bzw. wird die Höhe des  Hektarertrages endgültig bestimmt.. Ein ggfs. noch größer angelegtes Ertragspotenzial wird nicht mehr ausgeschöpft. Das tatsächliche Ergebnis erfährt man nach dem Dreschen.

Sollten noch weitere ungünstige Wetterbedingungen wie Sturm, Niederschläge in Form von Regen oder Schnee auftreten, reduziert sich möglicherweise auch noch die Erntefläche. Für die kommenden 14 Tage sagt der US-Wetterbericht weiterhin noch tiefere Frosttemperaturen bis unter -10 Grad Celsius voraus. Gleichzeitig bleibt es aber trocken, so dass die Erntearbeiten weitergehen können. Die Aussichten auf eine vollständige Aberntung der angebauten Maisflächen sind also durchaus gegeben.

Die Ernteschätzung bleibt also noch mit einigen Risiken behaftet. Im Vorfeld wetteifern die Institute darum, die richtige Einschätzung zu liefern. Die Erträge werden auf jeden Fall zwischen 7 und 10 dt/ha höher liegen als im Vorjahr. Im Durchschnitt rechnet man knapp unter 110 dt/ha. Unsicherheiten bleiben bei den Flächenangaben. Übereinstimmung besteht weitgehend darin, dass das vorjährige Ernteergebnis von 355 Mio. t erheblich überschritten wird.

Der USDA-Bericht am kommenden 10. Nov.-14 wird vorerst eine Orientierungsmarke setzen. Inwieweit die Zahlen dann schon einem möglichen Endergebnis nahe kommen, wird der restliche Verlauf der Erntearbeiten im Monat November zeigen.

An den Börsen wird man den USDA-Bericht aufmerksam studieren und die entsprechenden Kursänderungen einleiten. Überraschungen werden zwar nicht erwartet, sind aber nicht ausgeschlossen.  

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