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04.14
14:03

USDA: Kurzfristig knappe Vorräte mit steigenden Börsenkursen - größere US-Sojafläche

US-Inventurbericht und Anbauplanung sorgten für vorübergehende Verunsicherung an den Börsen

Die Inventur der US-Maisvorräte zum Stichtag 1. März 2014 ergab um 30 % höhere Zahlen als im Vorjahresmonat. Für einige Börsenteilnehmer war das ein Grund, die Kurse fallen zu sehen. Bei genauerem Hinsehen mußte man feststellen, dass das Vorjahr kein guter Vergleichsmaßstab darstellt, weil es ein ungewöhnlich schwaches Jahr war. Legt man die durchschnittliche Erwartungshaltung der Experten zugrunde, stellt sich eine Verringerung der bisher zu hoch geschätzten Bestände heraus. Dazu kommt die Signalwirkung von zukünftig beabsichtigten Verringerungen des Maisanbaus zugunsten der Sojabohne in den USA. Unter Berücksichtigung aller Aspekte läßt sich keine Verbesserung der Versorgungssituation darstellen. Alterntige Ware wird bis zur neuen Ernte im Herbst 2014 noch etwas knapper eingestuft werden als bisher. Diese Einschätzung rechtfertigt den beobachten Anstieg der aktuellen Börsenkurse.

Im Falle der Sojabohnen stellt sich die Situation ähnlich und doch spezifisch anders dar. Die Inventur des USDA ergab etwas höhere Ergebnisse als von den Marktteilnehmern erwartet wurde, bleibt aber erheblich hinter den als durchschnittlich zu betrachtenden  Vorjahreswerten zurück. Alterntige US-Sojabohnen sind knapp verfügbar. Der Nachfragesog Chinas lässt noch nicht hinreichend genug nach, um die Preise zu senken. Die höher als ursprünglich vermuteten US-Schweinebestände lassen einen anhaltend hohen Futterverbrauch erwarten.

Die südamerikanischen Sojaernten haben bereits den Höhepunkt überschritten, dennoch reichen die bisher anlaufenden Lieferungen nicht aus, den Markt nachhaltig unter Druck zu setzen. Trotz der abgeschwächten Ernteprognosen in Brasilien und Argentinien werden immer noch Rekordernten vorausgesagt.  

Die Absicht der US-Farmer, zukünftig die Sojafläche auf Rekordniveau auszuweiten, hat für die vorderen Terminkurse noch wenig Bedeutung. Die hinteren Terminnotierungen signalisieren aber ein erheblich nachlassendes Kursniveau.

Man darf gespannt sein, wann die Kombination von südamerikanischem Angebot in Verbindung mit einer nochmals hohen US-Sojaernteerwartung im Herbst 2014 zur Trendwende im Sojakomplex führen wird. Hoffentlich warten wir nicht vergebens, wie im vorigen Jahr 2013.

Und im weiteren Verlauf winkt die Prognose einer brasilianischen Sojafläche, die zum Herbst 2014 erheblich  ausgeweitet werden soll. Die Umwidmung großer Weidegebiete für den Sojaanbau sei in vollem Gange.

Die Frage bleibt vorerst offen, wie weit bzw. eng das Verhältnis von Angebotssteigerung zur Nachfragesteigerung ausfallen wird.

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