11.
12.13
08:54

USDA-Schätzung Dez-2013: bessere Weltgetreideversorgung

USDA-Schätzung vom 10. Dez. 2013: Weizenversorgung deutlich verbessert, Futtergetreide unwesentlich verändert, Börsenkurse gaben nach.

Die mit Spannung erwartete USDA-Schätzung zur Weltgetreideversorgung hat teils für Überraschungen, teils die erwarteten Ergebnisse gebracht.

Die globale Ernte 2013/14 wird jetzt auf 1.967 Mio. t geschätzt, rd. 9 Mio. t höher als noch im Vormonat. Dem steht ein höher veranschlagter Verbrauch von rd. 6 Mio. t gegenüber. Folgerichtig bleibt für die Aufstockung des Endbestandes ein zusätzlicher Betrag von rd. 3 Mio. t übrig.  Die preisentscheidende Versorgungskennziffer % Endbestand zum Verbrauch (stock to use ratio) liegt jetzt bei 19,7 % nur unwesentlich besser als im Vormonat. Der mehrjährige Durchschnittswert liegt bei rd. 20 %.

Die entscheidenden Veränderungen haben im Weizenmarkt stattgefunden. Aufgrund der bereits in der Vorwoche bekannt gewordenen Höherschätzungen der kanadischen und australischen Ernteergebnisse ist das USDA den Vorgaben gefolgt und schätzt die globale Weizenernte jetzt auf 711 Mio. bzw. rd. 6 Mio. t höher ein. Das entspricht fast genau der Höherstufung in Kanada und Australien. Der Weizenverbrauch soll aufgrund der größeren Verfügbarkeit um 1 Mio. t steigen. Die Versorgungsbilanz zeigt demzufolge einen beachtlich wachsenden Endbestand von rd. 5 Mio. t. Die Versorgungskennziffer „stock-to-use-ratio“ steigt von rd. 25 auf knappe 26 % und liegt damit fast im langjährigen Durchschnitt. Diese beachtliche Verbesserung hat die Börsenkurse im Weizensektor nochmal ein Stück nach unten getrieben, obwohl bereits im Vorfeld die Meldungen aus Australien und Kanada zu einem Kursrückgang beigetragen haben.

Keine Beachtung hat das USDA der offiziellen argentinischen Weizenschätzung von 8,5 Mio. t geschenkt, sondern ist bei seiner alten Zahl von 11 Mio. t geblieben. In jüngster Zeit hat die argentinische Regierung mehrfach Schätzungen veröffentlicht, deren Glaubwürdigkeit in Zweifel gezogen wurde. Zu deutlich war die politische Absicht erkennbar, durch Niedrigschätzungen die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe in den Markt zu rechtfertigen. Argentinische Marktexperten schätzen die argentinische Weizenernte auf rd. 10 Mio. t mit dem Hinweis, dass zwar das nördliche Anbaugebiet durch Trockenheit beeinträchtigt war, aber die Schwerpunktregionen um Buenos Aires deutlich höhere Erträge versprechen.

Die Preisbewegungen im Futtergetreidesektor, vornehmlich Mais,  sind weitgehend unverändert geblieben. Das USDA hat zwar die Futtergetreideernte um 4 Mio. t angehoben, aber die Verbrauchsschätzung fiel um 5 Mio. t höher aus. Der Endbestand verringerte sich demzufolge um 1 Mio. t. Angesichts des ohnehin gut versorgten Futtergetreidesektors wurde dieser Veränderung an den Börsen wenig Bedeutung beigemessen.  

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Jetzt registrieren

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich