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Viel Übereinstimmung einer EU-Rekordernte bei Getreide

 EU-Getreideernte von mehreren Institutionen  auf Rekordniveau geschätzt.

Bis auf Mais ist die EU-Getreideernte 2014 abgeschlossen. Das Ergebnis wird von verschiedenen Institutionen eingeschätzt. Dabei kommen je nach verwendeter Schätzmethode unterschiedliche Ergebnisse heraus.

Dennoch sind die Ergebnisse bis auf die FAO gar nicht so weit auseinander, wenn man eine gewisse Schätzfehlertoleranz zugesteht. Die EU Getreideernte wird in der Größenordnung zwischen 315 bis 320 Mio. t einzuordnen sein und damit deutlich höher als die Vorjahresernte mit rd. 302 Mio. t.

Auch die anteilige EU-Weizenernte wird fast übereinstimmend (Ausnahme FAO) zwischen 153 bis 155 Mio. t geschätzt.

Die Verbrauchszahlen streuen in einer größeren Spannbreite, im Regelfall dadurch bedingt, dass die unvermeidlichen Verluste teilweise dem Verbrauch zugeschlagen werden oder anderer Stelle ausgewiesen sind.  

Der Export wird in einer Spannbreite von 34 bis knapp 38 Mio. t taxiert, wobei eine große Übereinstimmung darin besteht, dass die Zahlen des Rekordvorjahres mit über 40 Mio. t nicht erreicht werden sollen. Die Begründungen liegen einmal in den niedrigen Mengen an französischen Qualitätsweizen als größtem Exporteuer und der starken Konkurrenz aus dem Schwarzmeergebiet.  

Die absoluten Unterschiede zwischen den Schätzinstitutionen sind allerdings von geringerem Interesse, weil sie methodisch bedingt sind. Interessanter sind die geschätzten Veränderungen bei Anwendung der gleichen Methode. Auch hier bildet die FAO wieder eine Ausnahme.

Die Ergebnissteigerungen der Ernte 2014 zum Vorjahr ragen insbesondere beim Dachverband der europäischen Getreide-/Ölsaatenhändler COCERAL heraus. Hierbei handelt es sich um die jüngste Schätzung, obwohl die Zeitdifferenz kaum 3 Wochen beträgt.

So eng die absoluten Erntezahlen beim Weizen beieinander liegen, so unterschiedlich sind die Veränderungen von Jahr zu Jahr zwischen + 6 Mio. bis 11 Mio. t . Mögliche Erklärungsursache könnte die unterschiedliche Zurechnung von Durum-Weizen sein.

Ähnlich driften die Zuwachszahlen beim Verbrauch in einer Spannbreite von 5,5 bis 9 Mio. t auseinander. Auch hier erklärt sich die Differenz durch die unterschiedliche Verrechnung der Verlustzahlen.

Entscheidend für das Preisniveau und den Preisverlauf sind die Endbestände. Ein hoher Bestandsaufbau signalisiert ein sicheres Polster der Versorgungslage, so dass selbst bei unvorhergesehenen Marktstörungen Engpässe vergleichsweise leicht ausgeglichen werden können. Das führt zu einem abwartenden Handelsgeschäft mit Preisberuhigung und einem gleichmäßigeren Preisverlauf. Hektische Kursentwicklungen sind von daher im Jahre 2014/15 weniger zu erwarten.  Das Lagergeschäft verläuft ruhiger, ist aber damit auch weniger wirtschaftlich interessant.

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