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07.14
09:19

Wöchentliche Bestandsbeurteilung von US-Mais und Soja mit günstigen Ergebnis

US-Mais- und Sojabestände in guter Verfassung – Spekulationen auf überdurchschnittliche Erträge und weiteres Preissenkungspotenzial

Die erste entscheidende ertragsbildende Blüh- und Bestäubungsphase bei Mais und Sojabohnen hat begonnen. Für die Kolben- bzw. Schotenfüllungsphase bestehen günstige Wetteraussichten. Letztlich entscheidet Ende Aug./Anf. Sept die Kornfüllungsphase über die last-but-not-least Ertragskomponente.

Der US-Saatenstandbericht vom vergangenen Sonntag sieht die Maisbestände mit einer leichten Verbesserung auf 76 % in der Kategorie von good-to-excellent. Das Ergebnis ist nochmal besser als im Vorjahr.  Die Streubreite reicht je nach US-Bundesstaat von 46 bis 67 % im  „good-Level“ und 11 bis 32 % im „excellent-Level“.

Die anhaltend günstige Bonitierung und die günstigen Wetteraussichten der nächsten 2 Wochen unterstützen die zunehmend Einschätzung, dass in diesem Jahr überdurchschnittliche Erträge erwartet werden können. Die Ertragsprognosen arbeiten immer noch mit durchschnittlichen Ertragsannahmen. Sollten sich die tatsächlich höheren Erträge in der Ernte bestätigen, wird die ohnehin schon hohe Ernteschätzung nochmal nach oben korrigiert werden müssen. Bearisch gestimmte Börsianer sehen aus diesem Blickwinkel weiteren Kurskorrekturbedarf  beim Mais nach unten, als er bisher eingetreten ist.

Die Sojabohne steht im Durchschnitt zu 41 % in der Blühphase, 4 Punkte mehr als im Vorjahr. Die Streubreite zwischen den US-Staaten von Süd nach Nord  ist jedoch sehr breit angelegt.

Die Sojabestände blieben in der Zusammenfassung der beiden Kategorien „good-to-excellent“ mit 72 % im oberen Durchschnittsbereich. Im „good“-Level beträgt die Streubreite von 37 bis 62 %. Auch bei der Sojabohne setzen Spekulationen über überdurchschnittliche Erträge ein, wenn auch noch mit angezogener Handbremse. Die Sojabohne reagiert sehr viel empfindlicher auf Witterungsschwankungen als der Mais. Die entscheidende Phase wird der Monat August werden, dessen Wetter weitgehend unsicher einzuschätzen ist.

Die US-Sojaernte wird mit einem vorläufigen Schätzergebnis von 104 Mio.t (Vorjahr 89,5 Mio. t) der entscheidende Drehpunkt für die Preisbildung des kommenden Jahres sein. Die bisherigen Preisrückgänge sind angesichts der aktuell immer noch knappen Versorgungslage bisher gemäßigt ausgefallen. Legt man die üblichen Beziehungen zwischen der Versorgungskennziffer „stock-to-use-ratio“ und Sojakursen zugrunde, lässt sich noch ein beachtliches Preissenkungspotenzial erkennen. Diese Einschätzung wird durch den jüngsten Kursabfall beim Palmöl nochmal unterstrichen.

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