02.
12.22
Korrektur beim Mais setzt sich fort

Getreide News, 02.12.2022

Bullish
  • Dürre in Argentinien
  • gute Exportnachfrage EU
  • Unsichere Lage Ukraine/Russland
  • Euro/Dollar-Verhältnis
Bearish
  • Günstige Offerten aus Russland und der Ukraine
  • Ertragsaussichten Australien und Kanada
  • Konjunktursorgen
  • Verlängerung Getreidekorridor
Kassamärkte im Blick                    Euro/Tonne
Brotweizen 3. Nov. 10. Nov. 17. Nov. 24. Nov. 1. Dez.  +/-
Hamburg 364,00 355,00 338,00 343,00 340,00 -3,00
Niederrhein 362,00 353,00 336,00 343,00 340,00 -3,00
Oberrhein 361,00 352,00 335,00 342,00 339,00 -3,00
Ostdeutschland 348,00 339,00 322,00 327,00 324,00 -3,00
Futterweizen            
Hamburg 362,00 353,00 336,00 341,00 338,00 -3,00
Oldenburg 356,00 347,00 330,00 337,00 334,00 -3,00
Futtergerste            
Hamburg 302,00 304,00 290,00 292,00 292,00 0,00
Ostdeutschland 284,00 286,00 272,00 274,00 274,00 0,00
Körnermais             
Südoldenburg 334,00 328,00 311,00 325,00 321,00 -4,00
Raps 3. Nov. 10. Nov. 17. Nov. 24. Nov. 1. Dez.  +/-
Hamburg 652,00 637,00 603,00 576,00 584,00 8,00
Straubingen 647,00 632,00 598,00 571,00 579,00 8,00
Sojaschrot            
Hamburg 562,00 538,00 503,00 503,00 500,00 -3,00
Magdeburg 572,00 515,00 513,00 513,00 510,00 -3,00
Mainz 580,00 559,00 529,00 529,00 521,00 -8,00
Rapsschrot            
Hamburg 343,00 338,00 338,00 338,00 338,00 0,00
Hamm 345,00 340,00 343,00 366,00 359,00 -7,00
Niederrhein 340,00 340,00 340,00 357,00 353,00 -4,00

Kurz vor dem Wochenende leuchteten die Anzeigetafeln an der Matif erneut Rot. Der kommende Frontmonat März notierte ein Verlust von 3,50 Euro/Tonne auf 312,50 Euro/Tonne. In Chicago ging es ebenfalls südwärts für den Weizen. Lediglich der auslaufende Dezember schaffte es noch in die Gewinnzone. Vor allem die schwachen Exportdaten, die gestern vom USDA veröffentlicht wurden, sorgten für die bärrischen Impulse. In der vergangenen Woche wurden rund 162.500 Tonnen Weizenverkäufe gebucht und lag damit deutlich unter den Erwartungen der Marktteilnehmer. Grund für die Entwicklungen machen die Marktexperten besonders die günstigen Offerten aus Länder wie der Urkaine, als auch Russland. Zudem belastet der ungünstige Dollarkurs den Handel. Zudem sorgen auch die deutlich verbesserten Ertragsaussichten in Kanada und Australien für eine geämpfte Kauflaune. Viele Marktteilnehmer spekulieren auf fallende Preise in den kommenden Wochen und Monate.

Mit roten Vorzeichen beendeten sowohl auf dieser Seite des Pazifiks den Handel, als auch auf der anderen Seite. Gründe für die weitere Abwärtsbewegung gab es in diesen Tagen mehrere.  Zum einem fehlen weiterhin die Vorgaben vom Weizenmarkt der seit Beginn dieser Woche schwächelt. Zusätzlich mussten der Sojakomplex gestern eine deutliche Preiskorrektur verkraften und dämpfte damit ebenso die Stimmung. Die Exporverkäufe lieferten keine positiven Impulse. Nach Angaben des USDA beliefen sich die Exportverkäufe auf 632,700 Tonnen und lag damit zwar noch im Rahmen der Erwartungen bewegte sich jedoch am unteren Ende. Verglichen mit der Vorwoche lag die Menge fast doppelt so hoch (1,85 Mio. Tonnen). Gestern wurde zwar ein neuer Deal mit Mexiko über 114.300 Tonnen veröffentlicht, dieser wirkte sich jedoch auch nicht mehr positiv auf die Kurse aus.

Getreide-Aktualisieren,

Update Getreide vom 6.12.2022

Die Weizenpreise in Paris und Chicago starteten mit roten Vorzeichen in die neue Handelswoche. In Paris ging es für den Frontmonat Dezember gestern um 7,25 Euro südwärts, der meistgehandelte März-Termin verlor 3,75 Euro je Tonne und schloss bei 304,00 Euro den ersten Handelstag der neuen Woche ab. An der CBoT ging es zweistellig nach unten. Der März-Kontrakt schloss bei 738 US-Cents/bu und verlor damit 22 US-Cents/bu am ersten Handelstag der neuen Woche. Die globale Versorgungslage drückt auf beiden Seiten des Atlantiks auf die Kursentwicklung. Die Verlängerung des Getreidekorridors wirkt auf den Märkten nach wie vor, die üppige russische Ernte tut ihr übriges hinzu. Wie das russische Analysehaus IKAR meldete, sind die russischen Exportpreise nochmals gefallen und werden vom selbigen mit aktuell 315 US-Dollar je Tonne angegeben. Das weitere Analysehaus aus Russland, Sovecon, meldete darüber hinaus, dass Russland in der vergangenen Woche eine Menge von fast 1 Mio. Tonnen ausführen konnte, was selbst für diese Jahreszeit außergewöhnlich hoch ist. Die ukrainischen Exportpreise liegen laut Angaben der EU-Kommission deutlich unter denen der USA, Russlands und der Europäischen Union. Entsprechend drücken auch diese auf die Preisfindung an den Börsen und den Kassamärkten. Selbst die Minderaussichten für Kanada und die Dürre in Argentinien vermag den Preisen derzeit keine echte und nachhaltige Unterstützung zu geben.

In der Folge sinken auch die Maispreise an der Euronext/Matif und auch der CBoT. Der Frontmonat Mrz 2023 an der Euronext/Matif verlor am ersten Handelstag der neuen Woche 2,75 Euro je Tonne und schloss bei 291,75 Euro/t damit weiterhin unter der Marke von 300 Euro je Tonne. An der CBoT drückten vor allem schwächere Daten der Exportverladungen sowie die nachgebenden Rohölpreise auf die Stimmung der Marktteilnehmer. Begrenzt wird der Ausverkauf der Maiskontrakte lediglich durch die Dürre in Argentinien und ein leicht nachgebender US-Dollar.

ZMP Live+ Logo

ZMP Live Expertenmeinung

Die Getreidemärkte finden derzeit nur schwer eine Richtung. Nach kleineren Gewinnphasen setzt die Korrektur oftmals kurz danach ein. Die schwache Exportnachfrage in den USA belastet zudem vor allem den Handel an der CBoT und wirkt sich damit auch auf die Matif aus. Die Dürresorgen in Argentinien bremsen zwar, dennoch bleibt der Preisdruck bestehen.

ZMP Markttrends
Aktuelles von den Märkten kompakt für Sie zusammengefasst

Achtung, du siehst derzeit historische Daten da du entweder kein ZMP Live+ Mitglied oder nicht eingeloggt bist. Hol dir jetzt den Informationsvorsprung!

19.
03.26
12:57

Klarer Bruch im Markt Der Düngemittelmarkt ist aktuell in einer Phase starker Preissprünge („Explosion“) Der Unterschied zu vorher: KW 10: Schock nur im Weltmarkt KW 12: Schock erreicht Europa Stickstoff (Urea, KAS, AHL) Weltmarkt massive Preissprünge Importpreise Europa: Urea bis ~700 €/t Ursache: Angebotsausfall Golfregion explodierende Fracht-…

weiterlesen
12.
03.26
18:51

Der Iran-Konflikt hat bereits starke Preissprünge im Weltmarkt ausgelöst. Die Auswirkungen auf den europäischen Binnenmarkt beginnen sich jetzt erst zu übertragen und könnten in den kommenden Wochen deutlich sichtbar werden. 1️⃣ Weltmarkt (Urea Exportpreise) → reagiert sofort auf geopolitische Ereignisse (Iran-Konflikt). 2️⃣ EU-Importpreise →…

weiterlesen
05.
03.26
12:38

🔥 Aktuelle Preisimpulse durch den Iran-Konflikt Urea- und Stickstoffdüngerpreise sind bereits gestiegen: In der Middle East-Region wurden laut Marktberichten die Preise für Granular-Urea binnen kurzer Zeit deutlich nach oben gezogen, teilweise um mehrere zehn Dollar pro Tonne gegenüber dem Vormonat bzw. Vorwoche. Dabei liegen Märkte für Egypt-Urea…

weiterlesen
Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?

Sie haben Fragen zu ZMP Live? Unser Team steht gerne hilfsbereit zu Ihrer Verfügung. Senden Sie uns gerne eine Nachricht:

Es gilt unsere Datenschutzerklärung