Der Weizen startete unter Druck in die Woche, drehte aber nach den USDA Berichten spürbar nach oben. Vor allem die überraschend niedrig geschätzte US Weizenfläche und geringere Lagerbestände, als erwartet sorgten an der CBoT für Kaufimpulse. SRW Weizen und HRW Weizen legten dabei zur Wochenmitte deutlich zu, während die Euronext in Paris nur begrenzt folgte, weil die Ernte im Schwarzmeerraum und der Abbau von Hitzeaufschlägen bremsten. Schwache US Exportmeldungen verhinderten zum Wochenschluss zusätzliche Dynamik, auch wenn Saudi Arabiens Ausschreibung über 655.000 Tonnen Weizen als potenzieller Stützungsfaktor im Raum stand.
Mais gab zu Wochenbeginn kräftig nach, konnte die Verluste nach den USDA Daten aber wieder aufholen. Die US Maislager lagen unter den Erwartungen und bestätigten aus Sicht vieler Analysten die robuste Nachfrage. Zusätzlich stützten eine starke Ethanolproduktion und solide Exportverkäufe. In Europa blieb Mais wegen der Sorgen um Frankreich besonders im Fokus. Die Hitzewelle ließ Befürchtungen über deutliche Ernteverluste aufkommen, auch wenn spätere Regenprognosen für die USA etwas Entlastung brachten.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Woche zeigt, wie stark die Märkte derzeit auf USDA Daten reagieren. Beim Weizen dürfte die kleinere US Fläche stützen, doch Erntedruck und verhaltene Exporte begrenzen das Aufwärtspotenzial. Mais wirkt fundamental etwas robuster, weil Nachfrage, Ethanol und Lagerdaten unterstützen. Entscheidend bleibt, ob sich die Wettersorgen in Frankreich und den USA bestätigen. Kurzfristig erscheint eine volatile Seitwärtsbewegung mit leicht festem Unterton plausibel.