06.
09.24
Getreidemärkte: Bullen verschnaufen

Getreide News, 06.09.2024

Bullish
  • Geringere Ernterprognosen in der EU und Russland
  • Hitze und Trockenheit in Teilen der USA
  • Feste Preise rund um das Schwarze Meer
Bearish
  • Produktionsaussichten in den USA, Kanada und Australien
  • Euro wieder stärker
  • Globaler Angebotsdruck
  • Exportpotential der EU gesunken

An der Euronext/Matif zeigten sich die Getreidekurse uneinheitlich. Während es zu Beginn der Woche zu leichten Gewinnen kam, stagnierten die Kurse zur Wochenmitte. Die bullischen Impulse von den US-Börsen sorgten jedoch dafür, dass die Futures den Handel am Mittwoch mit Gewinnen abschließen konnten. Nach dieser Gewinnserie rutschten die Futures gestern wieder in die Verlustzone. Die geringeren Erntemengen in Europa, insbesondere in Deutschland und Frankreich, rücken dabei zunehmend in den Fokus. 

Laut aktuellen Schätzungen der EU-Kommission sinkt das Exportpotenzial aufgrund der kleineren Ernte von 32 Millionen Tonnen auf 26 Millionen Tonnen, nachdem es im Vorjahr noch bei 35,1 Millionen Tonnen lag. Nach Angaben von Destatis exportierte Deutschland von Juli 2023 bis Juni 2024 insgesamt 11,78 Millionen Tonnen Getreide. Im gleichen Zeitraum wurden 10,77 Millionen Tonnen Getreide (einschließlich Weizen, Mais, Gerste und anderen Sorten) importiert, was zu einem Exportüberschuss von 1 Million Tonnen führte. Beim Weizen beliefen sich die Exporte auf 7,42 Millionen Tonnen, während die Importe 6,04 Millionen Tonnen betrugen. Der Überschuss war bei Gerste noch deutlicher: Hier wurden 3,49 Millionen Tonnen exportiert und nur 1,63 Millionen Tonnen importiert. Im Gegensatz dazu verzeichnete Deutschland beim Körnermais ein deutliches Defizit, da nur 404.000 Tonnen exportiert, aber 2,94 Millionen Tonnen importiert wurden.

In Teilen Russlands werden problematische Wetterbedingungen gemeldet, weshalb die Prognosen für die Weizenernte von 83,3 Millionen Tonnen auf 82,5 Millionen Tonnen gesenkt wurden. Demgegenüber stehen jedoch gute Ernten in Kanada, den USA und Australien.

Die Weizen-Futures an den US-Börsen zeigten am Donnerstag einen gemischten Handel, wobei sich die Kontrakte im Verlauf teilweise von anfänglichen Schwächen erholten. An der CBoT musste der Frontmonat um 6,00 US-Cent nachgeben und schloss bei 574,75 US-Cent je Bushel, was umgerechnet 190,04 Euro je Tonne entspricht. Für bärische Impulse sorgten besonders die Auflösung von Positionen durch Fonds, die in großen Stückzahlen ihre Kontrakte glattstellten. 

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ZMP Live Expertenmeinung

Die Getreidemärkte zeigen derzeit ein gemischtes Bild. Auf der einen Seite stützen bullische Faktoren wie stabile Preise in der Schwarzmeerregion und geringere Erntemengen in Europa die Märkte. Auf der anderen Seite belasten bärische Entwicklungen wie sinkende Exporte der EU, gute Ernten in wichtigen Anbauländern wie den USA, Kanada und Australien sowie Verkäufe von großen Fonds an den US-Börsen die Preisentwicklung. Insgesamt bleibt die Lage volatil, wobei das globale Angebot und die Ernteprognosen entscheidende Faktoren für die weitere Preisentwicklung sind. 

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