Auch zwischen den Feiertagen zeigten sich die Börsen weiterhin volatil und die Umsätze teilweise rückläufig. Nachdem es in der vergangenen Woche zu Preissteigerungen gekommen war, korrigierten die Kurse mit Beginn der ersten vollen Handelswoche im Jahr 2025 wieder deutlich. Mit dem gestrigen Handelstag konnten die Futures jedoch einen großen Teil der Verluste wieder wettmachen. Neben der technischen Gegenbewegung dämpften zu Beginn des neuen Jahres vor allem die schwächeren Exportzahlen die Kauflaune vieler Marktteilnehmer. Positiv überraschten jedoch die Exportverladungen, die sich auf 412.342 Tonnen beliefen und damit knapp 21,5 % über dem Ergebnis der Vorwoche lagen. Insgesamt belaufen sich die Exporte damit auf ein Volumen von 12,7 Mio. Tonnen. Verglichen mit dem Gesamtergebnis aus dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zeigt sich ein Plus von 2,5 Mio. Tonnen.Für die Weizenkurse an der Euronext sorgte die Meldung, dass der US-Dollar wieder deutlich an Kraft verloren hat, für eine gedämpfte Stimmung. Im Gegenzug zum schwächeren US-Dollar zog der Euro weiter an, wodurch besonders die Händler fürchten, dass die Exportgeschäfte geschmälert werden könnten.
Ein ähnlicher Kursverlauf zeigte sich auch bei den Maiskursen an der CBoT. Beim gestrigen Handel legten die Kontrakte auf der gesamten Bandbreite zu, da vor allem ein schwächerer Dollar Unterstützung bot. Die Commitments of Traders-Daten von der CFTC zeigten, dass Spekulanten bis zum 31.12. 67.859 Kontrakte zu ihrer Netto-Long-Position aufgebaut haben, was zu Netto-Long-Positionen von 228.806 Kontrakten führte – der höchste Stand seit Februar 2023. Der wöchentliche Exportinspektionsbericht des USDA zeigte, dass insgesamt 847.463 Tonnen (33,36 mbu) verschifften Mais in der Woche bis zum 2. Januar registriert wurden. Das war ein Rückgang von 6,62 % gegenüber der Vorwoche und ein Rückgang von 22,42 % gegenüber der gleichen Woche im Vorjahr. Mexiko war mit 273.873 Tonnen das Hauptziel, gefolgt von Kolumbien mit 139.576 Tonnen und Japan mit 133.237 Tonnen. Die kumulierte exportierte Menge im laufenden Marketingjahr beträgt nun 16.236 Mio. Tonnen (639,2 mbu), was immer noch 24,49 % über dem gleichen Zeitraum der vorherigen Saison 2023/24 liegt. In den Fokus der Marktteilnehmer rückt immer mehr das Wetter in vielen Teilen von Südamerika. Allen voran Argentinien leidet unter Trockenheit und Hitze. Langfristige Modelle zeigen zudem keine Erholung in den kommenden Wochen.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Börsen zeigten sich nach den Feiertagen volatil und wiesen in den vergangenen Tagen stärkere Kursbewegungen auf. Vor allem beeinflusst durch schwächere Exportzahlen und den schwankenden Währungen. Immer mehr Einfluss nimmt allerdings das Wetter und vor allem die Prognosen, für die kommenden Wochen in großen Teilen von Südamerika sehen, aktuell nicht gut aus. Sollte sich die Prognosen bewahrheiten, dürfte das den Bullen vor allem Rückenwind geben.