Die Agrarmärkte sind derzeit von Unsicherheit und einem hohen Maß an Volatilität geprägt. Anbaubedingungen und die geplanten Zölle stehen unverädnert im Fokus und sorgen dafür, dass die Kontrakte keine klare Richtung finden. Die Weizenfutures verzeichneten am Donnerstag an allen drei Börsen Kursgewinne. Die SRW-Futures in Chicago stiegen zum Tagesschluss um 14 bis 16 Cents. Die KC HRW-Futures lagen in den vorderen Monaten der Sitzung 15 bis 16 Cents höher. MPLS-Sommerweizen lag im Tagesverlauf 9 bis 10 Cents im grünen Bereich. Vorhersagen über niedrige Temperaturen in der Schwarzmeerregion bei geringer Schneedecke gaben dem Markt Auftrieb. Mit den aktuellen Wettervorhersagen steigen vor allem die Sorgen über mögliche Ertragseinbußen. Auch in Paris profitierten die Futures und zogen im Windschatten in den grünen Bereich. Gestern spielte zudem auch der Bericht des USDA zu den Exportzahlen eine Rolle. Die Analysten veröffentlichten den Bericht für die am 20. Januar endenden Woche - der Bericht wies ein Volumen von 438.867 Tonnen an Weizenverkäufen aus. Dies entsprach den Schätzungen der Händler von 200.000-550.000 Tonnen. Mexiko war mit 122.000 Tonnen der größte Abnehmer, während 111.000 Tonnen in unbekannte Länder verkauft wurden. Die Verkäufe für 2025/26 wurden mit 47.296 Tonnen angegeben und lagen damit am oberen Ende der erwarteten 0-50.000 Tonnen. Japan hat in seinem wöchentlichen Tender 96.725 t mit Getreide aus den USA und Kanada gedeckt, wobei explizit 64.545 Tonnen auf die USA entfielen. Südkoreanische Importeure kauften insgesamt 30.000 Tonnen US-amerikanische und kanadische Ware, davon 22.700 Tonnen US-spezifisch.
Die Maispreise an der Chicago Board of Trade (CBoT) stiegen im März um 2 Cent auf 495,20 US-Cent pro Bushel. Für den Mai legten die Notierungen um 2,60 Cent auf 507,40 US-Cent pro Bushel zu, während die Dezember-Notierungen um 1,20 Cent auf 469,60 US-Cent pro Bushel anstiegen. Im Fokus standen erneut die US-Exportverkäufe, die für die Woche bis zum 30. Januar fast 1,5 Millionen Tonnen Mais für das Jahr 2024/25 betrugen. Dies entsprach dem oberen Ende der Schätzung von 0,9 bis 1,5 Millionen Tonnen. Im Vergleich zur Vorwoche war dies ein Anstieg von 8,7 %, und gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar 21,1 % mehr. Mexiko war mit 251.700 Tonnen der größte Abnehmer, gefolgt von Japan mit 214.000 Tonnen und Südkorea mit 210.000 Tonnen. Die Verkäufe für das Jahr 2025/26 beliefen sich auf 49.978 Tonnen und lagen damit in der Mitte der Schätzung von 0 bis 100.000 Tonnen. Mexiko bleibt weiterhin der wichtigste Käufer von US-Mais.
ZMP Live Expertenmeinung
Zuletzt stiegen die Getreidepreise wieder an, vor allem bedingt durch die erst spätere Einführung der US-Zölle und aufkommenden Sorgen um die Wetterentwicklung in einigen wichtigen Anbaugebieten. Auch für die kommenden Wochen wird mit einer volatilen Preisentwicklung gerechnet. Trump und das Wetter halten die Märkte in Atmen. Eine klare Richtung scheint mit dem Hintergrund der fundamentalen Daten kaum möglich.