07.
11.25
Getreidemarkt: Chinas Weizenkauf bringt kaum Rückenwind - Märkte korrigieren nach Rallye

Getreide News, 07.11.2025

Bullish
  • Spekulationen und schließlich bestätigter Weizenkauf Chinas in den USA
  • Schwäche des Euro stützt EU-Weizenexporte
  • Hohe Nachfrage nach Mais
Bearish
  • Geringere Weizenorder Chinas als erwartet
  • Erwartete Konkurrenz durch Exporte aus Argentinien, Australien und Brasilien
  • Regierungsshutdown verunsichert

Der internationale Weizenmarkt zeigte sich in dieser Woche äußerst volatil und war vor allem von Spekulationen rund um mögliche chinesische Käufe geprägt. Während SRW- und HRW-Weizen in Chicago sowie Kansas zur Wochenmitte auf neue Mehrmonatshochs kletterten, setzte gegen Ende der Woche eine spürbare Korrektur ein. Hintergrund war die späte, aber nun bestätigte Order Chinas über 120.000 Tonnen US-Weizen, die allerdings weit hinter den Gerüchten der Vortage zurückblieb. So ließ dieser Umstand die Kurse trotz der Nachricht keinen Auftrieb erleben. Belastend wirkten zudem fehlende offizielle Exportdaten infolge des anhaltenden Regierungsstillstands in Washington, auch wenn Schätzungen auf ein aktives Auslandsgeschäft hinwiesen. In Russland führten stabile Exportpreise und eine Erhöhung der Ausfuhrschätzungen zu der Ansicht, dass der internationale Wettbewerb durch die erwarteten Ernten zusätzlich zu den Vorgaben aus Argentinien und Australien hoch bleibt. In der EU half der schwache Euro, französische Weizenexporte wettbewerbsfähig zu halten. Frankreich holte zudem fehlende Exportdaten nach, was die EU-Gesamtausfuhren deutlich erhöhte. Dennoch schloss der Euronext-Weizen zuletzt tiefer, nachdem die Rallye in Paris zuvor ins Stocken geraten war.

Am Maismarkt war der Trend weniger dynamisch, aber ebenfalls von vielen Impulsen geprägt. Zu Wochenbeginn stützten freundliche Exportdaten sowie das Umfeld der Sojamärkte die Kurse. Die Inspektionen erreichten ein saisonales Rekordniveau, auch die Verkaufsvolumina lagen im Schätzrahmen recht hoch. Belastend wirkten jedoch schwache Vorgaben vom Sojakomplex sowie eine Ertragsschätzung von StoneX, die von Marktteilnehmern als optimistisch eingestuft wurde. Auch Brasilien spielt weiter eine Rolle: Die dortigen Maisexporte lagen im Oktober über Vorjahr, und auch für November wird mit einem kräftigen Plus gerechnet. In Paris setzte sich der Aufwärtstrend bis Donnerstag fort, ehe am Freitag erste Gewinnmitnahmen einsetzten.

ZMP Live+ Logo

ZMP Live Expertenmeinung

Die Märkte zeigten sich in der zurückliegenden Woche richtungslos und anfällig für emotionale Reaktionen auf unbestätigte Informationen. Besonders am Weizenmarkt reichten bereits Gerüchte für mehrtägige Kursanstiege, bevor die späte Bestätigung eines deutlich kleineren China-Deals eine Korrektur einleitete. Ob damit das Potenzial für weitere Käufe erschöpft ist, bleibt offen. Beim Mais bleibt die starke Exportnachfrage ein positives Signal, doch drückt die gute Versorgungslage Brasiliens sowie die Aussicht auf hohe US-Erträge auf die Kurserwartungen. Solange offizielle USDA-Daten fehlen, dürften Schätzungen und Emotionen den Markt weiter dominieren.

ZMP Markttrends
Aktuelles von den Märkten kompakt für Sie zusammengefasst

Achtung, du siehst derzeit historische Daten da du entweder kein ZMP Live+ Mitglied oder nicht eingeloggt bist. Hol dir jetzt den Informationsvorsprung!

19.
03.26
12:57

Klarer Bruch im Markt Der Düngemittelmarkt ist aktuell in einer Phase starker Preissprünge („Explosion“) Der Unterschied zu vorher: KW 10: Schock nur im Weltmarkt KW 12: Schock erreicht Europa Stickstoff (Urea, KAS, AHL) Weltmarkt massive Preissprünge Importpreise Europa: Urea bis ~700 €/t Ursache: Angebotsausfall Golfregion explodierende Fracht-…

weiterlesen
12.
03.26
18:51

Der Iran-Konflikt hat bereits starke Preissprünge im Weltmarkt ausgelöst. Die Auswirkungen auf den europäischen Binnenmarkt beginnen sich jetzt erst zu übertragen und könnten in den kommenden Wochen deutlich sichtbar werden. 1️⃣ Weltmarkt (Urea Exportpreise) → reagiert sofort auf geopolitische Ereignisse (Iran-Konflikt). 2️⃣ EU-Importpreise →…

weiterlesen
05.
03.26
12:38

🔥 Aktuelle Preisimpulse durch den Iran-Konflikt Urea- und Stickstoffdüngerpreise sind bereits gestiegen: In der Middle East-Region wurden laut Marktberichten die Preise für Granular-Urea binnen kurzer Zeit deutlich nach oben gezogen, teilweise um mehrere zehn Dollar pro Tonne gegenüber dem Vormonat bzw. Vorwoche. Dabei liegen Märkte für Egypt-Urea…

weiterlesen
Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?

Sie haben Fragen zu ZMP Live? Unser Team steht gerne hilfsbereit zu Ihrer Verfügung. Senden Sie uns gerne eine Nachricht:

Es gilt unsere Datenschutzerklärung