13.
02.26
Getreidemarkt: Exportimpulse und Wetterrisiken treiben Weizen nach oben

Getreide News, 13.02.2026

Bullish
  • US-Exportverkäufe über Markterwartung
  • Wetterrisiken für Winterweizen in Russland
  • Niedrigere globale Mais und Weizenbestände im WASDE
Bearish
  • Höhere französische Weizenlager
  • Gekürzte EU Exportprognosen
  • Insgesamt nur moderate WASDE Anpassungen

Die Getreidemärkte starteten mit schwachen Vorgaben in die Woche, ganz im Zeichen des bevorstehenden WASDE-Berichts. Bei Weizen gaben die Notierungen zu Wochenbeginn sowohl in Chicago als auch an der Euronext nach. Der WASDE brachte dann nur moderate Anpassungen: Die weltweiten Lagerbestände wurden etwas niedriger als im Januar ausgewiesen und lagen unter den durchschnittlichen Erwartungen. Anpassungen in Kanada, Argentinien und der EU hielten sich jedoch in einem Rahmen, der keine unmittelbare Trendwende auslöste. Erst zur Wochenmitte gewann der Markt an Dynamik. Robuste US Exportverkäufe über den Erwartungen sowie Wetterrisiken in Russland sorgten für deutliche Aufschläge bei SRW und HRW Weizen. An der Euronext folgte der März Kontrakt dem positiven Impuls. Gleichzeitig dämpften höhere französische Lagerbestände und gesenkte Exportprognosen für die EU das Potenzial nach oben.

Mais bewegte sich zunächst kaum. Der WASDE reduzierte die US Endbestände leicht, auch die weltweiten Lager wurden etwas niedriger angesetzt. Die Anpassungen blieben jedoch überschaubar. Stützend wirkten starke US Exportzahlen im bisherigen Wirtschaftsjahr sowie ein gemeldeter Einzelverkauf. Impulse kamen zudem vom Energiemarkt: Die Ethanolproduktion zog deutlich an. Gegen Ende der Woche half zusätzlich eine geringere brasilianische Ernteschätzung, nachdem Conab die Prognose für die zweite Ernte senkte. Insgesamt gingen Weizen und Mais mit fester Tendenz aus der Woche.

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ZMP Live Expertenmeinung

Die Märkte haben nach dem verhaltenen WASDE Bericht neue Impulse vor allem aus dem Exportgeschäft gezogen. Sollte sich die Dynamik bei den US-Verkäufen fortsetzen, könnte dies die Kurse weiter stabilisieren. Das Wetter in Russland bleibt ein Unsicherheitsfaktor mit potenziell preistreibender Wirkung. Gleichzeitig begrenzen komfortable Lager in Teilen Europas größere Aufschläge. Beim Mais rückt die Entwicklung in Brasilien stärker in den Fokus. Insgesamt erscheint eine seitwärts bis freundlich gerichtete Tendenz wahrscheinlich, sofern keine neuen Überraschungen auftreten.

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