In der vergangenen Handelswoche standen die Mais- und Weizenmärkte unter Druck. Bedingt war dies durch unterschiedlichste Faktoren, wie die Wetterbedingungen und geopolitische Faktoren, die sich auf die Matif und CBot Preise auswirkten. Zu Beginn der Handelswoche starteten die Maismärkte unter roten Vorzeichen. Dieser Abwärtstrend setzte sich in den vergangenen Handelstagen fort, da die schwächeren Weizenmärkte zusätzlich Richtung Norden drückten. An der Chicago Board of Trade (CBoT) notierten die Dezember-Futures einen Rückgang. Positive Exportnachrichten aus Brasilien, die ihre Maisexportprognose für November auf 5,38 Mio. t anhoben, konnten nur bedingt die Verluste an der CBoT bremsen. Meldungen über private Maisexportverkäufe gab es am Mittwoch von insgesamt 401.357 Tonnen nach Mexiko. Die Weizenmärkte in den USA standen ebenfalls unter Druck. Der Chicago SRW-Weizen verzeichnete ebenfalls einen Rückgang. Ein wesentlicher Faktor für die bärischen Impulse war die positive Wetterprognose für die südlichen Plains, die die Anbaubedingungen für den Winterweizen in den USA verbessern könnten. Regenfälle in den vergangenen Tagen dürften die Pflanzenkonditionen stabilisieren. Auch in Russland und der Ukraine wurden bessere Anbaubedingungen gemeldet, was den Weizenpreis weiter belastete. Zusätzliche sorgte auch der wieder festere US-Dollar der letzten Woche für weitere Verkaufsimpulse. Positive Aussichten für die Winterweizenbestände, allerdings belastet diese Entwicklung zusätzlich den US-Weizenmarkt. In Europa reagierten auch die Euronext-Weizenpreise auf die globale Marktentwicklung, wobei der Dezember-Weizenpreis fiel. Insgesamt blieb die Woche von einer schwachen Marktstimmung geprägt. Die fundamentalen Daten haben sich in der vergangenen Woche kaum mehr geändert, sodass der Handel sich auch recht impulslos zeigte.
ZMP Live Expertenmeinung
Der Druck auf die Mais- und Weizenmärkte resultierte sowohl aus den verbesserten Wetterbedingungen in den Hauptanbauregionen der USA und Russlands als auch aus dem steigenden US-Dollar. Die Exportnachrichten aus Brasilien konnte die Marktverluste nicht wesentlich bremsen, und die Unsicherheit über die zukünftige Nachfrage trug weiterhin zur Schwäche der Märkte bei.