Nachdem die Preise zu Anfang der Woche durch schlechte Ernteprognosen im grünen Bereich standen, fallen sie nun zum Ende der Woche in den roten Bereich. Die Weizen Preise liegen dadurch bei 537,40 US-Cent/bushel (191,73 €/t) an der CBot für den März-Kontrakt. Auch an der Euronext fiel der Märzkontrakt auf 226,00 Euro/Tonne. Ein Verlust um 2,25 Euro/Tonne. Schätzungen des franz. Agrarberatungsunternehmens Strategie Grains diese Woche ergaben ein höhere EU-Weizenerzeugung. Zudem hatte der Internationale Getreiderat (IGC) seine Prognosen im Bezug auf die Weizenbestände ebenfalls angepasst. Bei 513.424 Tonnen Weizen lagen die Exportberichte der US-Weizenverkäufe und damit weit über den Schätzungen. Dennoch blieben sie 27 Prozent hinter den Verkäufen im Vergleich zur gleichen Woche aus dem Vorjahr. Auch im Maismarkt fielen die März-Notierungen zum Ende der Woche. an der CBoT um 4,20 US-Cent auf 474,40 US-Cent/bushel. Die Mai-Kontrakte verloren 5,00 US-Cent und schlossen bei 483,00 US-Cent, während die Dezember-Notierungen um 4,20 US-Cent auf 452,60 US-Cent zurückgingen. Im Gegensatz zum Weizen waren die neuen Prognosen für Mais negativ. Der IGC reduzierte seine Schätzung für die globale Maisproduktion um 6 Mio. t und senkte die erwarteten Lagerbestände um 4 Mio. t auf 272 Mio. t. Damit lägen diese 20 Mio. t unter dem Vorjahresniveau. Zudem korrigierte die Getreidebörse von Rosario die Prognose für die argentinische Maisernte auf 48 Mio. t nach unten, nachdem zuvor 50 bis 51 Mio. t erwartet worden waren. Die US-Exportverkäufe von Mais beliefen sich in der Woche bis zum 9. Januar auf 1,024 Mio. t und lagen damit über den Analystenschätzungen von 0,5 bis 1 Mio. t. Diese Zahlen übertrafen die Vorwoche deutlich, blieben jedoch 18,1 Prozent hinter dem Ergebnis der gleichen Woche im Vorjahr zurück. Auch hier zeigte sich kurzfristig eine leichte Verbesserung, ohne den langfristigen Abwärtstrend zu beeinflussen, was Parallelen zum Weizengeschäft offenbarte.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Märkte zeigen in der abgelaufenen Woche eine klare Abwärtstendenz, trotz vereinzelter bullischer Impulse wie höherer Exportzahlen und angehobener Prognosen. Insbesondere die reduzierten Maisprognosen und stagnierende Nachfrage lassen keinen kurzfristigen Richtungswechsel erwarten, während die Preiskorrekturen den Druck verstärken.