20.
02.26
Getreidemarkt: Russland Zahlen bremsen, US Daten stützen

Getreide News, 20.02.2026

Bullish
  • Starke US Weizenexporte: Werte über Vorjahr
  • Leicht geringere US Anbauflächenprognosen bei Weizen und Mais
  • Rückgang der globalen Weizenlager laut IGC
Bearish
  • Höhere russische Ernteprognosen
  • Hohe globale Maislagerbestände
  • Schwächere wöchentliche US Maisexporte

Mit kräftigem Rückenwind startete der Weizenmarkt in die aktuelle Woche. An der CBoT legte der Märzkontrakt zum Ende der Vorwoche deutlich zu, wobei die Bewegung vor allem vom SRW Termin getragen wurde, während HRW ebenfalls fester tendierte. Treiber waren robuste US Exporte, die im laufenden Jahr klar über dem Vorjahr liegen, sowie optimistische Einschätzungen aus Frankreich mit hohen Anteilen „gut/ausgezeichnet“ bewerteter Bestände. An der Euronext zeigte sich Weizen zunächst verhaltener. Zur Wochenmitte bröckelten die Kurse in Chicago wieder ab, nachdem neue, teils höhere Ernteschätzungen für Russland von Ikar und SovEcon kursierten und damit das Angebotsthema zurückkehrte. Auch die EU Exportzahlen lagen über Vorjahr, ohne jedoch nachhaltigen Schwung zu erzeugen.

Gegen Ende der Woche sorgte das Ag Outlook Forum des USDA für neue Impulse. Die erwartete US Weizenfläche wurde leicht unter Vorjahr gesehen, die Produktion etwas niedriger prognostiziert, insgesamt aber im Rahmen der Erwartungen. In Kombination mit rückläufigen globalen Lagerbeständen laut IGC drehte der Markt wieder ins Plus, wovon SRW und HRW gleichermaßen profitierten. An der Euronext zog der Märzkontrakt spürbar an.

Mais zeigte sich deutlich ruhiger. Nach einem festen Wochenauftakt folgte zur Wochenmitte Druck durch schwächere wöchentliche US Exportzahlen und fortschreitende Erntearbeiten in Brasilien, auch wenn diese hinter dem Vorjahr zurückliegen. Das USDA stellte für 2026 eine kleinere Anbaufläche in Aussicht, was stützte, während hohe globale Lager laut IGC begrenzten. Unter dem Strich bewegte sich Mais seitwärts mit leichten Ausschlägen.

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ZMP Live Expertenmeinung

Die Märkte reagieren derzeit sensibel auf neue Ernteschätzungen. Während Russland mit höheren Prognosen Druck erzeugt, sorgen die etwas engeren US Flächenerwartungen für Stabilisierung. Entscheidend dürfte bleiben, ob sich die Exportdynamik bei Weizen hält. Bei Mais richtet sich der Blick stärker auf Südamerika und die tatsächliche US Flächenentwicklung. Kurzfristig erscheint Weizen etwas fester, während Mais weiter in einer breiten Spanne tendieren könnte.

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