Die letzte Woche endete freundlich, getragen von starken US Exportzahlen und stabilen Bewertungen in Frankreich, wodurch Weizen Auftrieb erhielt. Während SRW und HRW gleichermaßen zulegten, blieb die Lage bereits zu Wochenbeginn fragil. Zum Wochenstart folgte eine abrupte Korrektur, ausgelöst durch schwache kurzfristige Exportdaten und rückläufige Zustandsbewertungen in Kansas, wobei der Druck alle Qualitäten erfasste. Zur Wochenmitte verstärkten niedrigere EU Produktionsschätzungen und schwankende Exportzahlen die Unsicherheit, während die Kurse weiter nachgaben. Ab Mittwoch drehte die Stimmung deutlich. Vor allem HRW profitierte stärker von zunehmenden Trockenheitsrisiken in den US Plains, während geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise zusätzliche die entscheidende Unterstützung lieferten. Gegen Ende der Woche blieb das Umfeld volatil. Enttäuschende Exportbuchungen und höhere russische Ernteprognosen wirkten bremsend, während Wetterunsicherheiten den Markt stabilisierten.
Mais folgte zunächst der positiven Vorgabe, gestützt durch die brasilianische Produktionsschätzung. Zu Wochenbeginn gerieten die Kurse jedoch deutlich unter Druck, da schwächere Fortschritte in Brasilien und fehlende Impulse dominierten. Zur Wochenmitte zeigte sich der Markt stabilisiert, ehe er ab Mittwoch im Zuge steigender Energiepreise und geopolitischer Risiken wieder anzog. Gegen Ende der Woche sorgten steigende Düngemittelpreise für zusätzlichen Auftrieb, während günstige Niederschlagsaussichten im Maisgürtel die Rally begrenzten.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Märkte bleiben stark von externen Faktoren geprägt. Energiepreise und geopolitische Risiken dürften kurzfristig weiter stützen. Gleichzeitig sprechen solide globale Lager und zunehmende Konkurrenz im Export gegen nachhaltige Preissprünge. Wetterentwicklungen in den US Anbaugebieten bleiben ein Faktor. Besonders beim Weizen könnte sich die Differenzierung zwischen den Qualitäten fortsetzen. Beim Mais dürfte die Entwicklung der Aussaatbedingungen entscheidend sein. Insgesamt ist mit anhaltend hoher Volatilität zu rechnen, vor allem durch den Konflikt im Iran.