23.
01.26
Getreidemarkt: Frostsorgen beleben Weizenmarkt - Mais bleibt im Seitwärtsmodus

Getreide News, 23.01.2026

Bullish
  • Frostsorgen beleben Weizenmarkt
  • Umfangreiche Weizenkäufe Saudi-Arabiens
  • Robuste US-Exportmeldungen bei Mais
Bearish
  • Rekordhohe Lagerbestände weltweit drücken auf die Kurse
  • Aufstockung der Maisanbaufläche in Argentinien
  • kein Durchbruch bei US-Biokraftstoffgesetz

Nach einem freundlichen Start verlief die Handelswoche am Weizenmarkt zunächst schwankend, ehe Frostsorgen zum Wochenschluss für Auftrieb sorgten. Die internationalen Märkte zeigten sich zunächst von zwei umfangreichen Weizentendern gestützt: Saudi-Arabien orderte deutlich mehr als erwartet, auch Algerien kaufte weitaus mehr als ausgeschrieben. Diese Kaufwelle hob die Stimmung an der Euronext spürbar, auch wenn der positive Effekt durch den stärker werdenden Euro rasch gedämpft wurde. In den USA begann die Woche feiertagsbedingt mit Verzögerung. Während die Märkte zunächst noch uneinheitlich reagierten, setzten ab Mittwoch spürbare Verluste ein. Der schwelende Grönland-Konflikt mit seinen drohenden Gegenzöllen belastete die Stimmung ebenso wie die anhaltend üppigen globalen Lagerbestände. Die russischen Inlandspreise gaben laut SovEcon kräftig nach, was auf schleppende Ausfuhren hindeutet. Erst zum Ende der Woche kam es zu einer klaren Kursumkehr: Eine ausgedehnte Kaltfront mit strengen Frösten befeuerte Sorgen vor möglichen Frostschäden, vor allem bei ungeschütztem Winterweizen. Besonders die Kontrakte für HRW-Weizen profitierten hiervon. Der schwache Dollar verlieh zusätzliche Unterstützung.

Am Maismarkt hielt sich der Erholungsversuch nur kurz. Zwar stützten robuste Exportmeldungen und zuletzt schwächere US-Bestandszahlen das Umfeld, doch zunehmende Unsicherheit um die Bioethanolpolitik der USA und eine kräftig nach oben korrigierte Anbaufläche in Argentinien drückten auf die Stimmung. Die jüngsten Wetterprognosen für Brasilien fielen günstig aus, was die Ertragserwartungen zusätzlich hob. Entsprechend beendeten die Maiskurse die Woche zwar mit einem leichten Plus, ohne jedoch nachhaltigen Auftrieb zu entwickeln. An der Euronext bewegte sich der Mais zuletzt seitwärts.

ZMP Live+ Logo

ZMP Live Expertenmeinung

Die jüngste Wetterlage bringt wieder mehr Unsicherheit in die Weizenmärkte. Sollte es in den südlichen Plains tatsächlich zu Frostschäden kommen, könnten die Kurse weiter zulegen. Gleichzeitig bleibt das Angebot aus der Schwarzmeerregion umfangreich, auch wenn die russischen Preise sinken. Für Mais bleibt das Umfeld schwierig: Die US-Farmer sehen sich ohne politische Unterstützung im Ethanolsektor einem großen Angebotsdruck gegenüber. Positiv bleibt die Exportlage, doch die starke Konkurrenz aus Südamerika dürfte den Spielraum für größere Preissteigerungen begrenzen.

ZMP Markttrends
Aktuelles von den Märkten kompakt für Sie zusammengefasst

Achtung, du siehst derzeit historische Daten da du entweder kein ZMP Live+ Mitglied oder nicht eingeloggt bist. Hol dir jetzt den Informationsvorsprung!

12.
03.26
18:51

Der Iran-Konflikt hat bereits starke Preissprünge im Weltmarkt ausgelöst. Die Auswirkungen auf den europäischen Binnenmarkt beginnen sich jetzt erst zu übertragen und könnten in den kommenden Wochen deutlich sichtbar werden. 1️⃣ Weltmarkt (Urea Exportpreise) → reagiert sofort auf geopolitische Ereignisse (Iran-Konflikt). 2️⃣ EU-Importpreise →…

weiterlesen
05.
03.26
12:38

🔥 Aktuelle Preisimpulse durch den Iran-Konflikt Urea- und Stickstoffdüngerpreise sind bereits gestiegen: In der Middle East-Region wurden laut Marktberichten die Preise für Granular-Urea binnen kurzer Zeit deutlich nach oben gezogen, teilweise um mehrere zehn Dollar pro Tonne gegenüber dem Vormonat bzw. Vorwoche. Dabei liegen Märkte für Egypt-Urea…

weiterlesen
26.
02.26
12:50

1. Regulatorisches Umfeld & EU-Marktsignale CBAM: Weniger preistreibend als erwartet – aber weiterhin marktprägend Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) läuft seit 1.1.2026 vollständig. Händler, Importeure und Düngemischer berichten übereinstimmend, dass die tatsächlichen CO₂-Kosten für importierte Düngemittel geringer ausfallen als…

weiterlesen
Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?