Nachdem die Preise zu Beginn der Woche stabil blieben, zeigt sich zum Ende der Handelswoche eine eher uneinheitliche Entwicklung. Die Weizenpreise liegen dadurch bei 554 US-Cent/bushel (195,36 €/t) an der CBoT für den März-Kontrakt. Der Märzkontrakt hingegen hat einen leichten Gewinn in Paris gemacht auf 230,50 €/t, ein Plus von 0,50 €/t.
Auch in den regionalen Märkten spiegelt sich die uneinheitliche Preisentwicklung wider. Während die Hard-Red-Notierungen in Kansas um 4,00 US-Cent auf 570,60 US-Cent/bushel sanken, verloren die Spring-Wheat-Kontrakte in Minneapolis 2,00 US-Cent und schlossen bei 604,40 US-Cent/bushel.
Bullische Impulse kamen von den Exportverkäufen, wo Japan insgesamt 126.893 t Weizen, wovon 30.793 t aus den USA stammen, kaufte. Ihnen wirkten Angebote aus Thailand entgegen. Thailand gab ein Angebot von 195.000 t Weizen ab. Dadurch reichten die zu gering ausfallenden Exportverkäufe nicht aus, um den Preis zu stabilisieren.
Gegenläufige Tendenzen gab es auch auf dem Maismarkt. Die März-Notierungen an der CBoT stiegen um 5,40 US-Cent auf 489,60 US-Cent/bushel, während die Mai-Kontrakte um 5,60 US-Cent auf 494,00 US-Cent/bushel fielen. Die Dezember-Notierungen legten jedoch um 4,60 US-Cent auf 464,20 US-Cent/bushel zu.
Einen großen Einfluss auf den Markt hatten die spät veröffentlichten Ethanol- Daten der US-Energiebehörde (EIA). Mit 1,099 Mio. Barrel lag die wöchentliche Produktion über den Erwartungen der Marktteilnehmer. Genauso war es bei den Vorräten, die mit 25,874 Mio. Barrel größer als erwartet ausfielen. Dennoch bleibt Druck auf dem Maismarkt. Gesteigerte Produktionen und höhere Bestände können für bearische Impulse sorgen, bzw. die Preise langfristig belasten.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Märkte zeigen uneinheitliche Entwicklungen. Kurzfristige bullische Impulse durch Exportkäufe und Ethanolproduktion werden durch hohe Bestände und Wettbewerbsdruck ausgebremst. Die Aussichten bleiben insgesamt eher neutral bis leicht bearisch.