25.
10.24
Weizen: Russische Nebelkerzen oder realistische Alternative?

Getreide News, 25.10.2024

Bullish
  • Hohe Nachfrage nach US-Weizen und US-Mais
  • Ethanolherstellung läuft auf Hochtouren
  • Angriffe auf ukrainische Schiffe und Häfen
Bearish
  • verbesserte Aussaatbedingungen für Wintergetreide
  • hohes russisches Exportangebot
  • Erntedruck beim Körnermais

Die Weizenkurse in Paris entwickelten sich in der abgelaufenen Woche schwächer. Der Schlusskurs am Donnerstag lag für den Dezembertermin bei 221,50 Euro je Tonne und damit gegenüber 230,25 Euro je Tonne am Donnerstag vergangener Woche um rund 9 Euro unter dem Vorwochenpreis. Ursache für den Rückgang sind zum einen der anhaltende Preisdruck auf den Exportmärkten, insbesondere aus Russland. Hier werden umfangreiche Mengen exportiert. Es wird spekuliert, wie lange Russland dieses hohe Exporttempo durchhalten kann. Preisdrückend wirkten sich auch die verbesserten Aussaatbedingungen in Westeuropa aus. Insbesondere in Frankreich kommt die Wintergetreideaussaat wieder gut voran.

An den US-amerikanischen Märkten bestimmen die Exportzahlen weiterhin die Preisrichtung. Sowohl für Weizen als auch Mais laufen die Exporte aktuell über den Erwartungen der Analysten und Händler. Dass sie Preise sich im Wochenverlauf dennoch nur unverändert halten konnten, lag an den verbesserten Wetteraussichten in großen Anbaugebieten. In den USA und Russland haben sich die Aussaatbedingungen für Weizen verbessert und auch aus Argentinien werden kontinuierliche Regenfälle für den ausgesäten Mais erwartet.

Unsicher bleibt die politische Entwicklung. Der Gipfel der BRICS-Staaten hat die Spekulationen über die Schaffung einer eigenen Getreidebörse angefacht, jedoch wird in Händlerkreise kaum mit einer kurzfristig realistischen Umsetzung gerechnet. 

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Der latente Druck auf die Kurse dürfte anhalten, solange auf den Schwarzmeerhäfen das Angebot und die Preise auf dem derzeitigen Niveau bleiben. In den USA wird die Rekordernte bei Mais aktuell gut nachgefragt, daher ist jedoch auch nicht mit deutlichen Preisabschlägen zu rechnen. Insgesamt bleibt der Markt unter derzeitigen Vorzeichen ausgeglichen. 

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