Die US-Weizenfutures zeigten sich am Donnerstag an den drei Börsen uneinheitlich. In Chicago gaben die Futures bei Börsenschluss um 3 bis 4 Cent nach, was hauptsächlich auf die gemeldeten Niederschläge in den wichtigen Anbaugebieten zurückgeführt wurde. Die Kontrakte in Kansas City erholten sich von einem schwachen Börsenstart und legten bis zum Börsenschluss um 1 bis 2 Cent zu. Auch der Weizen in Minneapolis zeigte sich fester und schloss am Donnerstag mit einem Plus von 2 bis 4 Cent. Damit geht erneut eine volatile Woche zu Ende. Die Friedensverhandlungen im geopolitischen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland sowie das Wetter bestimmen derzeit die Richtung. Die Niederschläge, die für die nächste Woche in weiten Teilen des SRW-Gebiets gemeldet sind, wirkten sich bärisch aus. Die HRW-Regionen sind derzeit relativ trocken, mit Ausnahme der östlichen Teile der Southern Plains. Die heute Morgen vom USDA veröffentlichten Daten zu den Exportverkäufen zeigen, dass in der Woche vom 20. März nur 100.325 Tonnen für 2024/25 verkauft wurden. Japan war mit 72.000 Tonnen der größte Käufer, während 53.400 Tonnen nach Nigeria verkauft wurden. Außerdem gab es noch Buchungen von 125.500 Tonnen für unbekannte Bestimmungsländer. Die Verkäufe von Weizen der neuen Ernte lagen mit 11.200 Tonnen unter den Schätzungen von 100.000 bis 300.000 Tonnen. Derweil kauften taiwanische Importeure über Nacht insgesamt 100.000 Tonnen US-Weizen.
An der Euronext setzten sich kurz vor dem Wochenende die Bären durch und sorgten für Verluste.
Der führende Mai-Kontrakt notierte einen Kursverlust von 3,75 Euro pro Tonne auf 218,25 Euro pro Tonne. Die Mais-Futures verzeichneten am Donnerstag nur noch marginale Verluste, da die Kontrakte die anfängliche Schwäche überwinden und sich im Verlauf des Tages erholen konnten. Die Exportverkäufe wurden in der Woche bis zum 20. März mit 1,04 Millionen Tonnen für die alte Ernte angegeben. Das waren 30,5 % weniger als in der Vorwoche und 13,8 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Japan war mit 415.300 Tonnen der größte Abnehmer, während 309.900 Tonnen nach Mexiko und 212.900 Tonnen nach Kolumbien verkauft wurden. Die Verkäufe von Mais der neuen Ernte fielen enttäuschend aus und wurden mit 0 Tonnen angegeben.
Auch an der Euronext schlossen die Mais-Futures am Donnerstag mit roten Vorzeichen. Der Mai-Kontrakt verbuchte einen Verlust von 1,75 Euro pro Tonne auf 212,00 Euro pro Tonne.
ZMP Live Expertenmeinung
Die US-Weizenmärkte zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich, während sich die Euronext-Futures vor dem Wochenende schwächer präsentierten. Wetterbedingungen, insbesondere die angekündigten Niederschläge, sowie geopolitische Unsicherheiten beeinflussten auch in dieser Woche die Kursentwicklung. Die Volatilität am Markt bleibt hoch, und der Einfluss externer Faktoren dürfte weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Vor allem die Friedensverhandlungen könnten bei Erfolg die Getreidekurse nochmal deutlich belasten.