Nach einer durchwachsenden Woche gaben die Maiskurse im Wochenvergleich nach. Am Anfang der Woche fielen die Mais-Futures durch Niederschläge und optimale Wachstumsbedingungen in Südamerika. Dienstag dann kündigte Donald Trump auf der Plattform Truth Social an, dass er eine Verordnung erlassen würde, die Importzölle in Höhe von 25 % auf Waren aus Mexiko und Kanada einführen wird. Diese Nachricht führte dazu, dass die März-Kontrakte fielen. Auch die europäischen Preise konnten sich dem Druck nicht entziehen. Dieser durchwachsende Verlauf entstand zu Beginn der Woche auf der einen Seite durch optimale Anbaubedingen in den Hauptanbaugebieten Argentinien und Brasilien. Aufgefangen wurden diese bearischen Impulse dann aber durch eine höhere Ethanolproduktion. An der EEX wurden dennoch leichte Verluste verzeichnet. Mitte der Woche lag der Preis hier beim Dezember-Kontrakt bei 205,00 €/t. Auch beim Weizen waren die Preisentwicklungen diese Woche uneinheitlich. Zu Beginn der Woche gingen die Matif-Preise in Paris deutlich zurück. Ursache dafür waren die Angriffe Russlands auf die Ukraine. Im weiteren Verlauf dann überwogen aus den Hauptanbaugebieten auf den Markt aus, welche genauso wie beim Mais gutes Wetter erwarteten. Dieser Druck konnte dann aber von Short-Eindeckungen und technischen Zukäufen etwas genommen werden, wodurch sich das Marktbild positiv Entwickelte. Aktuelle fallen die Preise für Weizen. Durch angekündigte Rekordernten der australischen Regierung wurde das globale Angebot von Weizen weiter erhöht. Durch die Feiertage in den vereinigten Staaten blieben Nachrichten über Exportverkäufe weg.
ZMP Live Expertenmeinung
Maispreise fielen aufgrund guter Wachstumsbedingungen in Südamerika und der Ankündigung von US-Importzöllen. Höhere Ethanolproduktion konnte die Verluste nur teilweise ausgleichen. Weizenpreise gerieten zunächst unter Druck, konnten sich aber durch technische Käufe und gute Wetterbedingungen in den Anbaugebieten etwas stabilisieren. Das Marktbild könnte jedoch schwach bleiben.