03.
07.13
Hin- und hergerissene Börsenkurse

Getreide Cockpit, 03.07.2013

Bullish
  • äußerst knappe Endbestände
  • verzögerter Haupterntebeginn
  • unerwartet hohe Importeinkäufe aus Nordafrika
  • noch nicht überschaubare Witterungseinflüsse in Teilregionen
Bearish
  • grundsätzlich höchste Ernteerwartungen aufgrund der hohen Anbauflächen
  • bislang keine flächendeckenden Beinträchtungen der Erträge
  • eine nicht allzu stark drängende Nachfrage

Hin und hergerissene Börsenkurse – Independence Day am 4. July in den USA

Die voranschreitende Getreideernte (außer Mais)  in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre mit bisher nicht enttäuschenden  Erträgen drückt einerseits den Preistrend kräftig nach unten, andererseits zeigen die Kassamärkte, wie eng die Versorgungslage zum Schluss des Jahres noch ist und werden kann. Die unerwartet hohen Weizeneinkäufe  Ägyptens und weiteren nordafrikanischen Staaten puschen die Kurse kurzfristig immer wieder mal nach oben. Auch die chinesische Nachfrage belebt sich wieder. Mehrere bekannt gewordene chinesische Einkäufe an Weizen in Australien und Mais in den USA beflügeln die Phantasie nach mehr. Jedenfalls wird der chinesische Importbedarf 2013/14 höher ausfallen als im abgelaufenen Jahr.

Noch ist die Erwartung einer großen Getreideernte stark ausgeprägt, aber die Sicherheit will angesichts der bösen Erfahrungen aus dem letzten Jahr noch nicht richtig einkehren.

Die Winterweizenernte in den USA ist zur Hälfte gelaufen. Die geringen Ernteerwartungen aufgrund der miserablen Saatenstände wurden zunächst angenehm überrascht. Eine Hitzewelle im Südwesten der USA ließ aber schonwieder  schlimmste Befürchtungen aufkeimen. Unsicher sind auch die Einschätzungen in den südlichen Anbaugebieten Russlands, in welchem Maße  Trockenperioden im Mai und Juli  die Kornfüllungsphase negativ beeinflusst hat bzw. wird. In der Ukraine sollen die Druschergebnisse bei der Gerste den Meldungen zufolge gut durchschnittlich ausgefallen sein. In den Frühdruschgebieten der EU erwartet man in 8 bis 10 Tagen mit den ersten verwertbaren Ergebnissen.  Insgesamt wird aber die Haupternte deutlich später einsetzen. Das stellt die Anschlussversorgung den Markt nochmals auf eine harte Probe.

Am Donnerstag 4. Juli ist Unabhängigkeitstag in den USA und die Börsen sind geschlossen. Der Brückentag am Freitag dürfte für wenig Aktivität sorgen. Das treibt Börsianer aus riskanten Anlagen heraus, so daß auch von dieser Seite bearische Stimmung ausgelöst wird. Es bleibt noch  unklar, zu welchen Teilen  die Marktentwicklungen technisch bzw.  marktbedingt beeinflusst wird .

Hin- und hergerissene Börsenkurse
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ZMP Live Expertenmeinung

Die Getreidepreise sind auf dem Trendweg nach unten, eine neue Preissohle zu finden. Das geht nicht ohne Rückschläge, denn die harten Fakten der knappen Versorgungslage an den Kassamärkten holen die nach unten gleitenden Börsenkurse immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Verunsicherung ist groß, so dass eine beachtliche  Risikoprämie eingepreist ist. Inwieweit die bevorstehenden feiertags- und wochenendbedingten Börsenausfälle beteiligt sind, bleibt zwar ungewiss,dennoch spielen sie eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Das Börsenparkett ist glatt geworden; Ausrutscher, Bandencrashs und  neue Gleitbahnen sind schnell passiert.

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