05.
12.13
FAO - Dez 2013-Schätzung: Getreideernte 2013/14 noch höher

Getreide Cockpit, 05.12.2013

Bullish
  • starke Nachfrage-Impulse aus den Importländern
  • Ernten auf der Südlichen Erdhalbkugel ohne große Entlastungswirkung
  • zukünftige Maisernten werden zugunsten von Soja knapper ausfallen
Bearish
  • Versorgungslage wird nach jüngsten Berichten und Einzelmeldungen besser beurteilt
  • unsichere Entwicklung im Bioethanol- und Maissektor
  • Verunsicherung durch chinesisches Importverhalten.

FAO-Bericht zur Lage auf dem Getreidemarkt (5. Dez. 2013)

Die Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat in ihrer jüngsten Monatsausgabe Dezember 2013 die Versorgungslage auf dem Getreidesektor nochmals höher eingeschätzt als im Vormonat. Dabei sind die jüngsten Meldungen aus Kanada und Australien noch unberücksichtigt geblieben, so dass die Zahlen tendenziell noch etwas günstiger - vor allem im Weizensektor - interpretiert werden müssen.

Die Getreideerzeugung (o. Reis) wird jetzt auf 2.005,6 Mio. t geschätzt. Der Verbrauch soll 1.923,5 Mio. t betragen. Die Endbestände errechnen sich auf 393,3 Mio. t. Das entspricht 20,45 % des Verbrauchs. Diese Kennziffer signalisiert eine gut durchschnittliche Versorgungslage, wenn man die langjährigen Durchschnittswerte zwischen 20 und 21 % als Vergleichsmaßstab zugrunde legt.  

Auf dem Weizenmarkt geht die FAO jetzt von 710 Mio. t Erzeugung aus. Unter Berücksichtigung der jüngsten Schätzungen aus Kanada und Australien dürfte die Zahl noch etwas höher ausfallen. Auf der Verbrauchsseite bleibt die FAO bei ihren niedrig geschätzten 695 Mio. t, wenn man andere Schätzinstitutionen zum Vergleich heranzieht. Die Weizen-Endbestände werden mit knapp 172 Mio. t beziffert. Daraus errechnet sich eine Versorgungszahl von 24,7 %  Endbestand zum Verbrauch. Gegenüber den langjährigen Mittelwerten von über 26 % ist das Ergebnis nur knapp durchschnittlich einzustufen. Eine fällige Nachbesserung um die australischen und kanadischen Zahlen würde den Überhangbeständen zugute kommen und zu einer besseren Versorgungseinschätzung führen.

Die übrige Getreideernte, die zu überwiegenden Teilen aus Mais besteht, wird auf 1.295 Mio. t veranschlagt. Der Zuwachs zum Vorjahr ist mit knapp +140 Mio. t beachtlich, mehr als die Hälfte davon entfällt auf die höhere Maisernte in den USA. Auf der Verbrauchsseite wird mit einem Plus von 66 Mio. t gerechnet. Der Verbrauch soll 1.229 Mio. t betragen. Den Endbestand schätzt die FAO auf 221,5 Mio. t; das entspricht 17,9 % vom Verbrauch. Langjährige Durchschnittswerte liegen bei rd. 16,5 %. Damit kann die Futtergetreideernte als überdurchschnittlich gut versorgt beurteilt werden.

Die Zahlen der FAO sind mit anderen Schätzinstitutionen nur begrenzt direkt vergleichbar, weil sich die Erfassungs- und Rechenmethoden unterscheiden. Bei großzügiger Betrachtung kommen fast alle Schätzungen zu einer weitgehend übereinstimmenden Einschätzung einer durchschnittlichen Versorgungslage.

Interessant wird noch einmal die USDA-Schätzung am Di 10. Dez.2013 werden.

FAO - Dez 2013-Schätzung: Getreideernte 2013/14 noch höher
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ZMP Live Expertenmeinung

Insgesamt führen die jüngsten Berichte und Meldungen zu einer etwas verbesserten Weltversorgungslage auf dem Getreidesektor als bisher angenommen wurde. Die Zweiteilung zwischen Weizen und dem übrigen Getreide - speziell Mais  - bleibt, wird aber nicht mehr so ausgeprägt in Erscheinung treten. Die Weizenversorgung ist nicht mehr ganz so angespannt. Die jüngste Tendenz anziehender Kurse ebbt ab. Eine sonst übliche Jahresrallye hat kaum noch Auftriebskraft. Die nächsten Wochen werden voraussichtlich vom ruhigen Weihnachtsgeschäft bestimmmt werden.

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