06.
05.14
Schwache US-Weizenernte - beim US-Mais steht die Richtungsentscheidung noch aus.

Getreide Cockpit, 06.05.2014

Bullish
  • Schwache US-Weizenernte 2014
  • Unsicherheiten der Weizen- und Maisangebote im Schwarzmeergebiet
  • Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Maisaussaat
  • El Nino Wetter droht mit noch unbekannten Ausmaß aus Südhalbkugel
Bearish
  • Eine günstige Kornbildungs- und Kornfüllungsphase ist nicht auszuschließen
  • Getreideimportnachfrage aus China nicht mehr so drängend

Termine an der CME

Umgerechnet in € je t

Mai 14

Jul 14

Sep-14

Dez 14

März 15

US-Weizen

193,00

195,47

197,60

201,07

201,60

US-Mais

144,13

145,27

144,13

143,00

144,50

US-Maisaussaat witterungsbedingt im Rückstand

Mit Stand vom 04. Mai 2014 waren rd. 29 % der beabsichtigten US-Maisflächen bestellt. Das bedeutet eine  Zunahme von 10 %-Punkte gegenüber der Vorwoche, heißt aber gleichzeitig auch ein beachtlicher Rückstand gegenüber dem 5-jährigen Durchschnitt von 42 %.

Die Maisaussaat wird behindert durch mehrtägige starke Niederschläge, die auch noch bis Mitte der 19. KW anhalten, dann aber nachlassen sollen. Der Rückstand in einzelnen Staaten ist beachtlich: in Minnesota  besteht ein Abstand von 8 % bestellter Flächen zu 46 % im Durchschnittsjahren. In Michigan sind es 3 % zu 25 % im mehrjährigen Mittel.

Andererseits wird von sachverständiger Seite darauf hingewiesen, dass man die Termine nicht ganz so eng sehen sollte, denn entscheidender noch als der Saattermin innerhalb der optimalen Spannbreite ist die Zeitspanne der Kornbildung und Kornreife im August 2014.

Für die 20. KW wird überwiegend mit trockenem Wetter gerechnet, die die Bestellarbeiten rasch voranbringen könnten.

Die Zeit drängt, denn der Termin Mitte Mai gilt als letzter Optimalzeitpunkt, wenn die Ernte nicht Schaden nehmen soll.  Die Sämaschinen werden dann im Schichtwechsel rund um die Uhr im Einsatz sein. Man ist grundsätzlich optimistisch, dass in der kommenden 20. KW durchaus zusätzliche  40 % der Fläche bestellt werden kann, womit man dann im guten Durchschnitt liegen könnte.

Auch die übrigen Sommergetreidearten haben unter den nassen und kalten Wetterverhältnissen gelitten, besitzen aber mit weniger als 20 % bei weitem nicht die Bedeutung der Maisfläche mit über 65 %.

In den Weizenanbaugebieten bleibt die Trockenheit mit starken Windverhältnissen das größte Problem, nachdem die Bestände die Auswinterungsschäden noch nicht verkraftet haben. Nach den Beurteilungen der mobilen Schätzergruppe (Scouts) muss man davon ausgehen, dass die Ertragsverhältnisse so schlecht wie zuletzt 1996 aussehen. Einige wagen sogar den Vergleich bis zum Jahr 1930, dem Jahr der Jahrhunderttrockenheit.

Die Bestandsbeurteilungen erreichen in den oberen Skalenwerten die niedrigsten Zahlen und in den unteren Bewertungsspannen die höchsten Werte bis zu 40 %.

Neben die politischen und finanziellen Unsicherheiten im Schwarzmeergebieten werden die Kurse weiter nach ober getrieben, beim Weizen verstärkt ausgeprägt, beim Mais etwas verhaltener.

Schwache US-Weizenernte - beim US-Mais steht die Richtungsentscheidung noch aus.
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ZMP Live Expertenmeinung

Auf dem Weizenmarkt 2014 zeichnet sich eine etwas engere Versorgungslage infolge der schwachen US-Ernte gegenüber dem Vorjahr  ab. Inwieweit andere Weizenanbaugebiete Kompensation leisten können,  ist im Hinblick auf das Schwarzmeergebiet fraglich,  im Hinblick auf Europa eher wahrscheinlich, wenn auch in Maßen.

Auf dem Futtergetreidemarkt ist angesichts der US-Dominanz noch wenig entschieden. Die Entwicklungsrichtung wird sich erst in den nächsten Monaten herausskristallisieren.

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