14.
03.14
Höhenflug der Weizenpreise vorerst gestoppt

Getreide Cockpit, 14.03.2014

Bullish
  • Ukraine-Konflikt
  • Auswinterungen und Trockenheit in den USA
  • Finanzielle Probleme bei der Betriebsmittelbeschaffung in der Ukraine
  • Weniger Maisflächen in den USA
Bearish
  • gute globale Versorgungslage
  • Kanadas Exporte nehmen Fahrt auf

Weizenpreise scheitern an der 7$/bu Marke

Der Kursanstieg bei den Weizenpreisen an der Chicagoer Börse hat knapp an der 7 $ je bu –Marke Halt gemacht und ist zunächst wieder je nach Termin auf unter 6,90 $ je bu und darunter gefallen. Auch die Weizenpreise  an der Pariser Börse gaben wieder nach. Beide Notierungen verlaufen in jüngster Zeit stark parallel zueinander.

Der Notierungsanstieg wurde im Wesentlichen von 2 Antriebskräften getrieben:  Die Verunsicherung über die weiteren Weizenlieferungen aus dem Schwarzmeergebiet  und die Befürchtungen um die Auswinterungsschäden in den Winterweizengebieten der USA, deren Ausmaß bereits über 20 % geschätzt wurden. Verschärfend wirkt die anhaltende Kälte und eine zunehmende Trockenheit in den Great Plains.

Die künftigen Aussichten der kommenden Getreideernte in der Ukraine werden durch Auswinterungsschäden bei den Wintersaaten und eine anhaltende Trockenheit sowie durch mögliche finanziell bedingte Engpässe bei der Beschaffung der notwendigen Betriebsmittel geprägt.

Das Ende des Preisauftriebs wird mit dem Hinweis auf die bislang ungehindert fortgesetzten ukrainischen Ausfuhrtätigkeiten  und einer ausreichenden fundamentalen Versorgungslage begründet. In den nächsten Wochen werden mit zunehmenden Schnee- und Eisrückgang  große Weizenmengen aus Kanada an den Markt gebracht werden. Auch eine denkbare Ausfuhrminderung aus dem Schwarzmeergebiet ändert nichts daran, dass die Weizenvorräte tatsächlich vorhanden sind. Im Zweifel sind weitere Exportsteigerungen aus der EU und den USA mobilisierbar. Auch Australien kann noch liefern.

Der Anstieg der Maispreise ist bereits vorzeitig zum Stillstand gekommen. Dahinter steht das größere Versorgungspolster in diesem Jahr mit einem überdurchschnittlichem stock to use ratio von 16,7 %. US-Lieferungen stehen genauso  parat wie die Brasilien-Exporte, auch wenn deren Ernte etwas gekürzt wurde. Letztlich kann auch die Ukraine noch mit beachtlichen Ausfuhrmengen an Mais aufwarten.

Einzelne Marktbeobachter gehen mit Hinweis auf die globale Versorgungslage davon aus, dass nach einer baldigen Beruhigung des Ukraine-Konfliktes das Kursniveau in die alten Bahnen zurückkehren könnte.

Dennoch beinhaltet eine nicht auszuschließende Verschärfung des  Ukraine-Konflikts  immer noch das Potenzial, die Preise wieder anzukurbeln.

Höhenflug der Weizenpreise vorerst gestoppt
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ZMP Live Expertenmeinung

Die Spannungen im Ukraine-Konflikt haben für Preisauftrieb an den Börsen gesorgt. Im Vordergrund stand dabei weniger die aktuelle Verknappung als die Befürchtungen um zukünftige Liefereinschränkungen. Bisher sind kaum Störungen beim ukrainischen Export zu beobachten gewesen. Verstärkungsfaktor beim Preisauftrieb bleiben Auswinterungs- und Trockenschäden in den USA, deren genaues Ausmaß noch nicht feststeht.

Die globale Versorgungslage rechtfertigt diesen Preisauftrieb nicht. Die kommenden kanadischen Ausfuhren werden die Marktpreise wieder zurückdrängen. Lieferpotenzial besteht auch noch in anderen Exportländern.

Eine nicht auszuschließende  Verschärfung des Ukraine-Konfliktes könnte den Preisauftrieb wieder befeuern.

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