16.
08.13
USDA - Ernteprognose schwächer - Börsenkurse auf leicht erholten Niveau

Getreide Cockpit, 16.08.2013

Bullish
  • trotz hoher Ernten bleibt die Versorgungslage unterdurchschnittlich
  • mehrere Länderernten sind möglicherweise zu hoch eingestuft
  • es besteht weiterhin noch ein beachtliches Ernterisiko durch Trockenheit und Frühfröste
  • eine steigende Exportaktivität lässt auf eine zunehmende Nachfrage schließen
Bearish
  • Im Gegensatz zum Vorjahr dämpft die hohe Ernte 2013/14 einen erheblichen Preisauftrieb
  • steigende Endbestände - bis auf Weizen - sorgen für ausreichenden Vorrat

USDA – Aug-Schätzung  zur Getreideernte 2013/14

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium hat in seiner Aug-Schätzung einige Eckdaten zurechtgerückt,  jedoch ohne Gewähr, dass das Endergebnis bei der Erntefläche und den prognostizierten Flächenerträgen sicher getroffen zu haben. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Welternte wurde au 1.951 Mio. t geringfügig höher als im Vormonat geschätzt. Dabei wurde die Weizenernte  infolge von Höherstufungen in Einzelländer um 7 Mio. t höher eingeordnet. Die Ernte des übrigen Getreides wurde um 2 Mio. t zurückgenommen.
  • Den Verbrauch an Getreide schätzte das USDA auf 1.922 Mio. t, wobei Weizen auf 707 Mio. t und sonstiges Getreide auf 1.215 Mio. t beziffert wurde.
  • Die Endbestände stiegen um knapp 30 Mio. t, Für Weizen wurden die Überhänge um 2 Mio. t reduziert, während die übrigen Getreidebestände um etwas mehr als 30 Mio. t aufgestockt wurden.
  • Nach wie vor errechnet sich ein stock-to-use-ratio von unterdurchschnittlichen 18,45 %. Für Weizen sind es 24,5 % und für sonstiges Getreide 14,9 %, beide unter den langjährigen Mittelwerten.
  • Die Erzeugerpreise für Weizen schätzt das USDA in einer Spannbreite zwischen 6,4 bis 7,6 US-$ je bushel (umgerechnet 17,70 bis 21,16 € je dt). Für Mais wird eine Preisspanne von 4,50 bis 5,3 US-$ je bushel  (umgerechnet  13,40 bis 15,80 € je dt angegeben.

Das USDA-Schätzergebnis hat an den Börsen zunächst für einen moderaten Kursauftrieb gesorgt, der sich im Laufe der Folgetage knapp bestätigt hat. Insbesondere die Rücknahme der US-Maisernte um 5 Mio. t hat die Stimmung auf eine Rekordernte erheblich gedämpft.

Einige Analysten sind immer noch der Überzeugung, dass die Anbaufläche zu hoch geschätzt wurde und die tatsächliche  Ernte noch kleiner ausfallen werde. Kritische Stimmen gibt es auch zur unveränderten Einstufung der russischen Ernte; selbst offizielle Stellen in Russland haben das Ernteergebnis um rd. 5 Mio. t zurückgenommen.

Die EU-Ernte hat das USDA um 4 Mio. t höher als im Vormonat auf 397 Mio. t geschätzt. Die EU-Kommission selbst liegt mit mehr als 300 Mio. t noch über der amerikanischen Prognose.  

USDA - Ernteprognose schwächer - Börsenkurse auf leicht erholten Niveau

Getreide-Aktualisieren,

Nachtrag:

Die jüngste Veröffentlichung des USDA zur Mais-Anbaufläche im Rahmen einer Flächenerhebung ergab tatsächlich eine um 4 % zu hohe Einschätzung. Jetzt wird nicht mehr von einer US-Maisernte in Höhe von über 350 Mio. t, sondern nur noch von 340 Mio t ausgegangen; dennoch bleibt es eine überdurchschnittlich hohe Erntemenge 2013/14. Obwohl Zweifel an den alten Zahlen bekannt waren, haben die Börsenkurse durchaus heftig reagiert. Weitere Korrekturen sind nicht auszuschließen. 

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ZMP Live Expertenmeinung

Der Preistrend nach unten scheint gebrochen. Die jüngste USDA-Schätzung hat den Prognosen einer Spitzenernte einen Riegel vorgeschoben. Mit einer Abstufung der voraussichtlichen Ernteergebnisse wurde ein deutliches Signal geliefert. Noch ist die Ernte nicht gelaufen, so daß noch einige Ernterisiken überwunden werden müssen. Die Kurse scheinen vorerst ein bestimmtes Plateau gefunden zu haben.

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