Die Mais-Futures gerieten zum Wochenstart spürbar unter Druck. Der Mai-Kontrakt verlor 13,25 US-Cent und schloss bei 454,00 US-Cent/bushel, während der Juli um 12,50 US-Cent auf 465,75 US-Cent/bushel nachgab. Belastend wirkten vor allem schwächere Sojabohnen sowie ein deutlicher Rückgang der Rohölpreise um 4,49 US-Dollar.
Fundamental bleibt das Exportgeschäft jedoch ein stabilisierender Faktor. Mit 1,658 Mio. t lagen die wöchentlichen Verschiffungen zwar knapp 2 Prozent unter Vorwoche, aber rund 9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Mexiko, Japan und Kolumbien führten die Käuferliste an. Seit Beginn des Vermarktungsjahres summieren sich die Exporte auf 42,869 Mio. t und liegen damit deutlich über dem Vorjahr, was dem Markt grundsätzlich Unterstützung bietet.
International richtet sich der Blick nach Brasilien. Die Maisernte der ersten Ernte kommt mit 50 Prozent deutlich langsamer voran als im Vorjahr. Auch die Aussaat der zweiten Ernte hinkt hinterher. Diese Verzögerungen könnten perspektivisch bullische Impulse liefern, aktuell dominieren jedoch makroökonomischer Druck und schwache Vorgaben aus verwandten Märkten das Geschehen. Auch in Paris rutschen deswegen die Kurse, sodass der Mai um 3,50 € fällt auf 208,50 €/t.