Die US-Weizenfutures zeigen sich zur Wochenmitte überwiegend fester. In Chicago lag der SWR-Weizen mit 0,75 US-Cent für den Mai leicht im Plus und somit bei 624,50 US-Cent/bushel. In Kansas City verteuerte sich HRW-Weizen im Mai um 4,50 US-Cent auf 682,50 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte uneinheitlich und bewegte sich je nach Termin zwischen Verlusten und deutlichen Gewinnen.
Aus Händlersicht liefern vor allem die Exportzahlen Unterstützung. Die gesamten US-Exportverpflichtungen liegen mit 24,859 Mio. t rund 15 % über dem Vorjahr und erreichen bereits 102 % der USDA-Prognose. Das signalisiert eine robuste Nachfrage und wirkt klar bullisch.
Zusätzlichen Rückenwind bringt die Positionierung der Fonds. Laut CFTC sind Marktteilnehmer in Chicago wieder netto long, nachdem sie ihre Positionen deutlich aufgestockt haben. Auch in Kansas City wurden die Netto-Long-Positionen weiter ausgebaut.
Leicht bremsend wirkt dagegen die schwächere Vermahlung. Mit 222,4 Mio. Bushel lag die Verarbeitung im ersten Quartal unter dem Vorjahresniveau, was auf eine etwas verhaltenere Inlandsnachfrage hindeutet. Insgesamt dominieren jedoch die bullischen Impulse, sodass der Markt stabil bis fester tendiert. An der Euronext gab der Weizen am Donnerstag nach und lag mit 3,75 € tiefer bei 213,50 €/t für den September.