In Chicago fiel der SWR-Weizen im Mai um 16,50 US-Cent auf 597,25 US-Cent/bushel. Auch in Kansas City gab der HRW-Weizen für Mai um 13,50 US-Cent nach und schloss bei 616,50 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte ebenfalls schwächer und verlor zweistellig.
Mit 343.022 t lagen die wöchentlichen Verschiffungen deutlich unter Vorwoche und Vorjahr. Trotz eines weiterhin soliden Vorsprungs im laufenden Vermarktungsjahr werteten Händler die aktuelle Dynamik als bärisch, da die Nachfrage zuletzt spürbar nachgelassen hat.
Zusätzlichen Druck brachte der Energiemarkt. Der kräftige Rückgang beim Rohöl verstärkte die negative Tendenz und nahm dem Agrarsektor insgesamt Unterstützung.
Für ein Gegengewicht sorgten hingegen neue Zustandsdaten aus Kansas. Der Anteil von Winterweizen in gutem bis ausgezeichnetem Zustand sank um 4 Prozentpunkte auf 52 Prozent. Diese Verschlechterung wurde am Markt als bullisches Signal gewertet, da sie potenzielle Risiken für die Ertragsaussichten andeutet. Dennoch müsste der Mai auch an der Euronext Verluste melden. Er fiel um 3,25 € auf 207,25 €/t.
Unter dem Strich dominieren aktuell jedoch die belastenden Faktoren. Händler sehen den Weizenmarkt kurzfristig weiter anfällig, solange sich die Exportnachfrage nicht stabilisiert. So mussten auch in Paris an der Euronext Verluste gemeldet werden. Dennoch müsste der Mai auch an der Euronext Verluste melden. Er fiel um 3,25 € auf 207,25 €/t.