In Chicago lag der Mais-Future für Mai mit - 4,25 US-Cent bei 465,50 US-Cent/bushel und zeigte sich zum Wochenschluss schwächer. Auch der Dezember-Kontrakt gab um 3,75 US-Cent nach auf 490,75 US-Cent/bushel. Spätere Termine tendierten ebenfalls leichter, während sich der Markt insgesamt unter Druck präsentierte.
Aus Händlersicht wirkt vor allem die zunehmende Verkaufsbereitschaft auf Produzentenseite bärisch. Parallel dazu haben kommerzielle Marktteilnehmer ihre Netto-Short-Position deutlich ausgeweitet. Demgegenüber bauten spekulative Fonds ihre Netto-Long-Position kräftig aus, was zunächst stützend wirkte, jedoch die jüngste Preisschwäche nicht verhindern konnte.
Fundamental bleibt die Exportseite ein stabilisierender Faktor. Die US-Maisexporte liegen mit 67,658 Mio. t Verpflichtungen rund 30 % über dem Vorjahresniveau und bewegen sich nahe dem saisonalen Durchschnitt. Auch die Verschiffungen laufen mit 43,46 Mio. t zügig und übertreffen das übliche Tempo. Diese robuste Nachfrage begrenzt aus Marktsicht das Abwärtspotenzial.
Dennoch dominiert kurzfristig der Druck durch steigende Verfügbarkeit und aktive Verkäufe. Marktteilnehmer beobachten genau, ob die starke Exportnachfrage ausreicht, um das zusätzliche Angebot aufzunehmen, oder ob sich die bärische Tendenz weiter durchsetzt. An der Euronext in Paris ließen die Kurse ebenfalls zum Wochenende nach, sodass der Juni einen Verlust von 2,00 € verzeichnete auf 208,00 €/t.