Der Weizenkomplex hat am Dienstag in allen drei US-Märkten fester geschlossen. In Chicago lag der SWR-Weizen mit 2,00 US-Cent für den Juli im Plus und somit bei 602,00 US-Cent/bushel. In Kansas City zog der HRW-Weizen für Juli um 1,50 US-Cent an auf 619,75 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte ebenfalls freundlich und gewann zwischen 3,25 und 4,25 US-Cent.
Aus Händlersicht rückt vor allem das Wetter in den Fokus. Für die kommenden Tage zeichnet sich in den Plains und wichtigen HRW-Anbaugebieten eine trockene Phase ab. Angesichts bereits nachgebender Zustandsbewertungen wirkt das bullisch und stützt die Kurse. Gleichzeitig sorgt ein feuchteres Muster in Teilen des östlichen Corn Belts für Entlastung beim SWR-Weizen, was den Preisanstieg dort etwas begrenzt.
Auch die internationalen Nachrichten liefern Impulse. Die EU hat ihre Weizenexporte seit Beginn des Wirtschaftsjahres auf 17,14 Mio. t gesteigert und liegt damit über dem Vorjahresniveau. So konnte an der Euronext der Mai um 1,00 € zulegen und schloss bei 203,25 €/t. In Russland erwartet das Analystenhaus SovEcon nun Exporte von 46,5 Mio. t und hebt die Prognose damit weiter an. Zusätzlich richtet sich der Blick auf Algerien, wo eine neue Weizenausschreibung läuft und kurzfristig Nachfrage in den Markt bringen könnte.