An den US-Weizenbörsen ging es am Donnerstag überwiegend nach oben. In Chicago lag der SWR-Weizen mit 4,75 US-Cent für den Mai im Plus und somit bei 598,50 US-Cent/bushel. In Kansas City sprang der HRW-Weizen für den Mai um 17,25 US-Cent auf 642,75 US-Cent/bushel nach oben. Der Spring Wheat in Minneapolis folgte mit deutlichen Aufschlägen im zweistelligen Centbereich.
Treiber der Bewegung war vor allem die kräftige Rally im HRW-Segment, die den gesamten Komplex stützte. Händler werten dies als technisches Aufholen, nachdem Kansas zuletzt hinterhergelaufen war. Gleichzeitig liefern die Exportzahlen ein gemischtes Bild. Die Verkäufe der alten Ernte fielen mit 100.318 t deutlich schwächer als in der Vorwoche aus, lagen aber über dem Vorjahresniveau. Nigeria und Vietnam traten als wichtigste Käufer auf. Für die neue Ernte wurden 131.000 t gemeldet, angeführt von Südkorea und Mexiko.
Zusätzliche Nachfrageimpulse kamen über internationale Ausschreibungen. Taiwan sucht aktiv US-Weizen, während Algerien sich bereits größere Mengen Durum gesichert hat. Diese Signale stützen die Marktstimmung, auch wenn die schwächeren Wochenverkäufe kurzfristig bremsend wirken. So ging auch in Paris der gehandelte Mai zur Seite und verzeichnete ein leichtes Minus von 0,25 € auf 194,00 €/t.
Unter dem Strich bleibt der Ton freundlich, getragen von internationaler Nachfrage und einer wiedererstarkten Dynamik im HRW-Markt.