Der Maismarkt konnte sich zur Wochenmitte behaupten und schloss überwiegend leicht im Plus. In Chicago legte der Mai-Termin um 1,25 US-Cent zu und notierte bei 466,50 US-Cent/bushel. Auch der Juli-Kontrakt gewann 2,25 US-Cent auf 477,75 US-Cent/bushel. Spätere Termine tendierten dagegen uneinheitlich.
Für Gegenwind sorgten schwächere Daten aus dem US-Ethanolsektor. Die Produktion fiel in der Woche bis zum 24. April um 31.000 Barrel pro Tag auf 1,009 Mio. Barrel und lag damit auch unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig gingen die Bestände deutlich zurück, was den Markt zumindest teilweise stützte. Sinkende Raffinerieeinsätze wirkten bärisch, während ein kräftiger Anstieg der Exporte um 79.000 Barrel pro Tag als positives Signal gewertet wurde.
Die Marktteilnehmer richten den Blick nun auf die anstehenden Exportzahlen des USDA. Für die alte Ernte erwarten Analysten solide Verkäufe zwischen 1 und 1,9 Mio. t. Neue Abschlüsse bleiben dagegen voraussichtlich verhalten. Unterstützung kam zudem aus dem internationalen Geschäft. Taiwan sicherte sich in einer Ausschreibung 65.000 t US-Mais.
Insgesamt bleibt der Markt in einer abwartenden Haltung. Während Exporthoffnungen und einzelne Nachfrageimpulse stützen, sorgt die Entwicklung im Ethanolsektor weiterhin für Unsicherheit und begrenzt das Aufwärtspotenzial. In Paris an der Euronext landete der Juni in grünen Terrain bei 224,75 €/t, ein plus von 4,50 €.