Der Maismarkt konnte zur Wochenmitte etwas Boden gutmachen. Der März-Kontrakt an der CBOT schloss mit einem Plus von 2,25 US-Cent bei 422,00 US-Cent/bushel, der Mai stieg um 2 US-Cent auf 429,75 US-Cent/bushel. Auch die Juli-Fälligkeit legte um 1,5 US-Cent zu. Der Markt profitierte vor allem von einem überraschend starken Impuls aus dem Bioethanol-Sektor.
Laut aktuellen EIA-Daten erreichte die US-Ethanolproduktion mit 1,196 Mio. Barrel pro Tag ein neues Allzeithoch. Das entspricht einem Wochenplus von 98.000 Barrel oder 8,9 Prozent. Damit liegt die Produktion sogar 5,75 Prozent über dem bisherigen Rekordwert. Parallel dazu stiegen die Ethanolbestände deutlich um 821.000 Barrel auf 24,47 Mio. Barrel, vor allem durch Zuwächse an der Golfküste und der US-Ostküste.
Diese Dynamik setzte dem Markt neue Impulse, zumal auch die Ethanolverwendung durch Raffinerien um 70.000 Barrel auf 841.000 Barrel pro Tag anstieg. Die Exporte zogen ebenfalls leicht an. Unterstützung kam zusätzlich vom Exportgeschäft: Südkorea kaufte über Nacht insgesamt 402.000 t Mais, davon bestätigte das USDA 136.000 t aus den USA. Am heutigen Donnerstag rücken die neuen wöchentlichen Exportzahlen in den Fokus. Analysten erwarten 600.000 bis 1,4 Mio. t an Verkäufen. Aus Argentinien kamen leicht bullische Töne: Die Börse in Rosario hob ihre Prognose für die dortige Maisernte um 1 Mio. t auf nun 62 Mio. t an.
An der Euronext gab der März um 1,50 € auf 188,75 €/t nach.