Am US-Maismarkt zeigte sich zur Wochenmitte ein zweigeteiltes Bild. In Chicago fiel der Mais im März um 1,25 US-Cent auf 427,50 US-Cent/bushel. Der Dezember-Kontrakt der neuen Ernte legte dagegen um gut 2 US-Cent zu und setzte sich damit vom schwächeren Frontmonat ab. Die übrigen nahen Termine gaben geringfügig nach.
Händler sprechen von klassischen Spreads zwischen alter und neuer Ernte. Während die prompte Ware unter leichtem Abgabedruck stand, positioniert sich der Markt bereits für 2025/26. Der durchschnittliche Februarschlusskurs für Dezember liegt historisch bei 458,00 US-Cent/bushel und dient aktuell als Basis für die US-Ernteversicherung.
Fundamental sorgten gemeldete private Exportverkäufe über 230.560 t an unbekannte Destinationen für Aufmerksamkeit. Für den anstehenden USDA-Bericht erwarten Marktteilnehmer 0,6 bis 1,1 Mio. t an Verkäufen der Ernte 2025/26 sowie bis zu 100.000 t für 2026/27.
Zusätzlichen Rückhalt lieferte der Energiesektor. Die US-Ethanolproduktion sprang in der Woche bis zum 13. Februar um 154.000 Barrel pro Tag auf 1,11 Mio. Barrel pro Tag. Trotz leicht rückläufiger Exporte signalisiert die höhere Vermahlung eine stabile Nachfragebasis für Mais.
An der Euronext legte der Mais für den März um 0,75 € auf 189,75 €/t zu.