In Chicago zeigte sich der Mais zum Wochenschluss schwächer. Der Mai-Termin verlor 3,00 US-Cent und schloss bei 441,00 US-Cent/bushel. Auch der Dezember-Kontrakt gab nach, büßte 2,00 US-Cent ein und notierte bei 472,25 US-Cent/bushel. Die später gehandelten Termine folgten dem negativen Trend und beendeten die Sitzung ebenfalls im Minus.
Aus Händlersicht bleibt die Wochenbilanz klar bärisch geprägt. Der Frontmonat summierte sich auf ein Minus von 11,25 US-Cent. Belastend wirkte vor allem die breite Risikoaversion an den Märkten, ausgelöst durch fallende Rohölpreise im Vorfeld geopolitischer Gespräche. Gleichzeitig verstärkten Fonds ihre Gewinnmitnahmen deutlich und reduzierten ihre Netto-Long-Position spürbar. Heute stieg der Ölpreis allerdings wieder sprunghaft nach oben, nachdem die USA angekündigt haben, dass sie iranische Häfen in der Straße von Hormus blockieren wollen.
Fundamental sendeten die Exportdaten ein gemischtes Signal. Zwar meldete das USDA einen frischen Verkauf über 126.640 t an unbekannte Destinationen, und die gesamten Exportverpflichtungen liegen weiterhin deutlich über Vorjahr. Dennoch hinkt das Tempo im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt hinterher, was den Markt nicht nachhaltig stützen konnte. Auch in Paris schloss der Juni 0,75 € tiefer bei 202,75 €/t.