Der Maismarkt zeigte sich am Dienstag freundlich. In Chicago gewann der Mai-Termin 0,25 US-Cent und schloss bei 437,25 US-Cent/bushel. Der Juli-Kontrakt legte um 1,00 US-Cent zu auf 444,75 US-Cent/bushel. Der März-Termin tendierte nahezu unverändert und bewegte sich seitwärts.
Stützend wirkte das jüngste WASDE-Update des USDA. Der US-Endbestand wurde um 100 mbu auf 2,117 Mrd. bushel gekürzt. Ausschlaggebend war eine um 100 mbu angehobene Exportprognose. Für Händler ist das ein klar bullisches Signal, da die stärkere Auslandsnachfrage das verfügbare Angebot spürbar verknappt und die Lagerrelation enger zieht.
Auch global wurden die Bilanzen gestrafft. Die weltweiten Endbestände bezifferte das USDA auf 288,98 Mio. t und damit 1,93 Mio. t weniger als im Januar. Die Produktion in Brasilien und Argentinien blieb unverändert, sodass die niedrigeren Vorräte vor allem aus Anpassungen auf der Nachfrageseite resultieren.
Zusätzliche Impulse kommen aus Brasilien. Der Branchenverband ANEC schätzt die Maisexporte im Februar auf 953.217 t. Das wären 159.953 t mehr als zuletzt erwartet. Damit unterstreicht Brasilien seine Rolle als aggressiver Wettbewerber am Weltmarkt, was mittelfristig wieder preisdämpfend wirken könnte. Aktuell jedoch dominiert die bullische Lesart sinkender Lagerbestände.