Die Mais-Futures in Chicago haben am Donnerstag spürbar zugelegt und sich wieder an die Hochs der Vorwoche herangeschoben. Der Mai-Kontrakt stieg um 6,50 US-Cent auf 469,75 US-Cent/bushel, während der Juli-Termin 5,50 US-Cent zulegte und bei 480,00 US-Cent/bushel schloss. Der neue Erntetermin im Dezember folgte der festen Tendenz ebenfalls und notierte klar im Plus.
Aus Händlersicht sorgt die Exportseite für gemischte Impulse. Mit 1,17 Mio. t lagen die Verkäufe der alten Ernte zwar im soliden Bereich, blieben jedoch sowohl unter der Vorwoche als auch unter dem Vorjahresniveau. Mexiko dominierte als größter Abnehmer, gefolgt von Japan und Spanien. Das Neugeschäft für die kommende Ernte fiel mit lediglich 12.000 t dagegen kaum ins Gewicht und wirkt tendenziell belastend.
Fundamental erhält der Markt Unterstützung durch die aktualisierte globale Bilanz des International Grains Council. Zwar wurden die Endbestände auf 306 Mio. t angehoben, doch basiert dies auf einer kräftigeren Produktion, während auch der Verbrauch steigt. Perspektivisch werden für 2026/27 sinkende Produktionsmengen bei gleichzeitig wachsender Nachfrage erwartet, was mittelfristig als bullisches Signal gewertet wird. An der Euronext in Paris blieb der Juni bei 210,00 €/t stehen, wie am Vortag.