Die Maisfutures konnten die anfänglichen Gewinne zum Wochenstart nicht verteidigen und rutschten zum Handelsschluss leicht ins Minus. Der Mai-Kontrakt in Chicago verlor 0,75 US-Cent und schloss bei 440,25 US-Cent/bushel, während der Dezember-Termin um 1,25 US-Cent auf 471,00 US-Cent/bushel nachgab.
Aus Marktsicht wirkt vor allem der zügige Fortschritt bei der Aussaat belastend. Mit 5 Prozent liegt die US-Maisaussaat bereits über dem Fünfjahresdurchschnitt von 4 Prozent. Das signalisiert günstige Feldbedingungen und schürt Erwartungen an eine reibungslose Frühjahrsbestellung.
Auch auf der Nachfrageseite fehlten frische Impulse. Die wöchentlichen Exportverladungen summierten sich auf 1,782 Mio. t und lagen damit sowohl unter der Vorwoche als auch leicht unter dem Vorjahresniveau. Dennoch bleibt das kumulierte Exportvolumen im laufenden Vermarktungsjahr deutlich über Vorjahr, was den Markt zumindest nach unten absichert.
Zusätzlicher Druck kam von den Energiemärkten. Zwar legte Rohöl moderat zu, gab aber im Tagesverlauf deutlich nach. Hintergrund waren geopolitische Signale rund um mögliche Verhandlungen mit dem Iran, die zwischenzeitlich für Unsicherheit sorgten.
Insgesamt bleibt der Maismarkt in einer Abwägung zwischen solider Nachfrage und günstigen Produktionsbedingungen. Kurzfristig überwiegen jedoch die bärischen Faktoren durch den schnellen Aussaatfortschritt. An der Euronext sah es freundlicher aus. Hier gewann der Juni um 2,25 € auf 205,00 €/t.