Die Maiskurse setzten zur Wochenmitte ihre Verluste fort und erreichten in mehreren vorderen Terminen neue Tiefs. Der Juli schloss an der CBoT bei 410,25 US-Cent/bushel, was einem Verlust von 6 US-Cent entspricht.
Preisentwicklung wurde vor allem durch gute Anbaubedingungen in den Prognosen für Juli sowie durch rückläufige Ethanolzahlen belastet. Laut dem aktuellen EIA-Bericht sank die Ethanolproduktion in der Woche bis zum 20. Juni um 28.000 Barrel auf 1,081 Mio. Barrel/Tag – ein Vierwochentief. Die Ethanolvorräte stiegen gleichzeitig auf 24,4 Mio. Barrel.
Wetterbedingt führten Regenfälle im Western Corn Belt zu zusätzlichem Druck. Auch in Teilen des östlichen Mais-Gürtels wurden vermehrt Niederschlagsmengen erwartet. Neben den warmen Temperaturen verspricht das zusätzliche Wasser eine gute Ernte. International wurde ein positiver Nachfrageimpuls durch einen südkoreanischen Importeur gesetzt, der 266.000 Tonnen Mais einkaufte. Exportseitig wird für die wöchentliche US-Verkaufsmeldung am Donnerstag mit Altmaismengen zwischen 0,5 und 1,2 Mio. Tonnen gerechnet. Für das neue Vermarktungsjahr 2025/26 erwarten Analysten Verkäufe zwischen 100.000 und 350.000 Tonnen.
An der Euronext schloss der Mais für den August mit einem Verlust von 1,20 € ebenfalls auf rotem Terrain und lag zuletzt bei 195,00 €/t.